Biblis

Kindertheater „Kleiner Bär & Company“ bereitet sich intensiv aufs neue Stück „Ferdinand Froschkönig“ vor / Märchenhafte Kulissen selbst gefertigt

Dunkler Wald verwandelt sich in prächtiges Schloss

Biblis.„Unsere Kulissen und Requisiten sind so gut wie komplett“, berichtet eine strahlende Vanessa Linn von der Theater-AG Kleiner Bär und Company Biblis. Die Gruppe traf sich erneut zum Kulissenbauwochenende. Zwei volle Tage wurde gehämmert, gesägt, genagelt, geklebt und gemalt. Viel Arbeit – doch dafür wird das neue Stück „Ferdinand Froschkönig“ mit tollen Hintergründen und kreativen Hinguckern bestechen, so der Plan der munteren Theatermacher.

Der „Kleine Bär“ verfügt über selbstgebaute, drehbare Hintergründe. „Diesmal wird es zwei verschiedene Szenen geben, da zwei Akte im Wald spielen und einer im Schloss“, erklärte Nicole Stöckel. Damit es aber trotzdem optisch nicht langweilig wird, entstehen durch unterschiedliche Requisiten zwei verschiedene Waldgebiete. Dafür bemalten die Kulissenbauer schon vorhandene Holzbäume neu, besserten Riesenpilze aus und versahen sie mit frischer Farbe. „Für eine Schlüsselszene brauchen wir eine Brücke, auch diese haben wir selbst gestaltet“, verriet Norbert Linn. Hinzu kommen Wegweiser und neue Steingebilde. „Wir haben Dämmplatten von einer Bürstädter Fabrik geschenkt bekommen. Die konnten wir zu einem großen Felsmassiv mit Sitzgelegenheit ausbauen“, erzählten Marc und Wolfgang Drackert. Ein kleinerer Stein entstand aus einer ausgedienten Matratze, besprüht mit Bauschaum und dekoriert mit verschieden Sprühfarben.

„Toll, wie aus ein paar Materialien am Ende ein Stein wird“, staunte Ludger Petschek, der gemeinsam mit Tobias Mohr erst Anfang des Jahres zur Theater-AG gestoßen ist. Beide geben im Oktober bei „Ferdinand Froschkönig“ ihr Debüt auf der Bühne.

Die Theater-AG hat sich wieder eine unterhaltsame Geschichte für Kinder ab vier Jahren ausgesucht. Ferdinand Froschkönig ist allerdings nur eine entfernte Adaption des bekannten Märchens vom Froschkönig. „Bei uns kommen viele liebenswerte, lustige und skurrile Gestalten vor“, verriet Vanessa Linn. Wie die durchgeknallte Trudi, gespielt von Stefanie Reis, die Prinz Ferdinand verhext, weil er sie und ihre Kochkünste verschmäht hat. Dann gibt es noch Bibi Biber und Mauli Maulwurf, dargestellt von Nicole Stöckel und Marc Drackert. Die eine clever und resolut, der andere tollpatschig und sehr lustig. Beide helfen Ferdinand bei seinem Widerstand gegen Trudi.

Tina Dautenheimer spielt Prinzessin Klara, die in Ferdinand verliebt ist und Tobias Mohr den König Maximilian, ihren Vater. Einen kleinen Part als königlicher Diener hat die elfjährige Emily-Sophie Kühn. Ferdinand wir in Menschengestalt von Norbert Linn verkörpert, als Frosch von Ludger Petschek.

In diesem Jahr finden erstmals zwei Vorführungen im Bürgerzentrum statt: am Sonntag, 20. Oktober, 11 und 15 Uhr. Karten kosten 5 Euro, der Vorverkauf hat allerdings noch nicht begonnen. str

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