Biblis

KAB Biblis Vater-Kind-Wochenende bereits zum dritten Mal im Pfadfinderzentrum Donnerskopf im Hochtaunus

Ein Tag nur mit Papi

Biblis.Zum 16. Mal organisierte die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) bereits ihr beliebtes Vater-Kind-Wochenende, welches zum dritten Mal auf den Donnerskopf zwischen Usingen und Butzbach im auslaufenden Hochtaunus führte. Knapp hundert Teilnehmer waren dabei, 37 Väter, die mit 33 Jungs und 24 Mädchen anreisten. Die Jüngsten waren gerade mal vier Jahre alt, der älteste Teilnehmer 61. Erneut wurde das spannende Vater-Kind-Wochenende vom KAB-Vorsitzenden Georg Flörchinger organisiert und begleitet.

Drei Tage dauerte der „Teilfamilienausflug“, bei dem die Mütter zu Hause bleiben mussten. Denn nun standen reine „Papa-Tage“ an. Freitagsabends ging die Tour los zum Pfadfinderzentrum Donnerskopf bei Bodenrod und zur Einquartierung. „Neugierig schlossen sich die Kinder einem Rundgang über das Herbergsgelände an, denn es gab eine Spielwiese, ein Basketballbrett, einen Sendeturm und ein Baumhaus zu entdecken“, so einer der teilnehmenden Väter, Peter Schäfer. Auch streiften die Kinder durch den benachbarten Wald und freuten sich schon auf die angesetzte Nachtwanderung, bei dem sie dann mit Taschenlampen die Dunkelheit erkundeten.

Am Samstagmorgen gab es eine Überraschung der besonderen Art. „Der ,obligatorische Küchenchef’ Uwe Appel musste unerwartet in der Nacht abreisen. Aber andere Papas, darunter auch Neulinge, sprangen in die Bresche“, so Schäfer. Diese richteten die Küche und den großen Saal mit allen notwendigen Utensilien für das Frühstück her. „Besonders erwähnenswert ist die Leistung von Dominik Timmerbeil. Ab 6.15 Uhr half der Elfjährige in der Küche mit und bereitete mehrere Schüsseln Rührei mit Speck selbstständig vor“, lobte Peter Schäfer den Nachwuchskoch.

Große Wanderung

Nach dieser Stärkung begaben sich Väter und Kinder zur großen Wanderung, deren Ziel die „Eschbacher Klippen“ waren. Der Weg führt acht Kilometer durch das Waldgebiet der „Bodenroder Kuppen“ bis hin zu der bis zu zwölf Meter hohen und knapp hundert Meter breiten Felswand aus Quarzgestein, die „Eschbacher Klippen“. Begeistert erklommen die Kinder mit und ohne Papa die Felswände und übten sich im Klettern und Kraxeln. Schließlich ging es wieder zurück, die ganz Kleinen durften aber in Papas Auto zur Herberge fahren. Dort angekommen warteten Mamas Kuchen, Kaffee und Kühles auf alle sportlichen Akteure.

„Am frühen Abend öffnete sich der in dem Gelände noch befindliche Bunker für eine Führung“, berichtete Schäfer. Trotz der sommerlichen Temperaturen war warme Kleidung angesagt, denn in dem Bunker steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad. Mit erfahrenen Pfadfindern erkundeten viele Mitgereiste die ehemalige Anlage des Hessischen Warnamtes VI. Es ging über unzählige Treppenstufen fünf Stockwerke tief in das Erdreich. Für die Kinder wurde hier auch die Enge der Räume erlebbar. Der Bunker stammt aus den 1960er Jahren und wurde in den 1990er Jahren stillgelegt. Heute dient die Anlage eher dem Geschichtsunterricht. Noch aktiv ist der Sendeturm, welcher sich auf dem Donnerskopf befindet.

Zum Abschluss lockte ein Lagerfeuer die KAB-Reisenden an, in das die Mädchen und Jungs an Holzstöcken Marshmallows steckten. Am folgenden Tag ging es wieder zurück. Im nächsten Jahr führt das Vater-Kind-Wochenende auf die Burg Waldeck im Hunsrück. str

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