Biblis

Ortsbeirat Per App und mit Nachbarschaftshilfe neue Möglichkeiten für Wattenheim und Nordheim schaffen

Einkaufen im digitalen Dorf

Archivartikel

Nordheim.Waren für den täglichen Bedarf über eine App online bestellen? Das könnte für Nordheim und Wattenheim möglich werden – im „Digitalen Dorf 2.0“. Bürgermeister Felix Kusicka stellte zwei dieser Apps in Nordheim vor. Er hatte davon bei der Bürgermeisterrunde beim Landrat erfahren. Im benachbarten Rheinland-Pfalz werden solche Projekte in strukturschwachen Gegenden bereits seit 2015 getestet.

„In einer App können alle regionalen Anbieter, die wir in Biblis und den Ortsteilen haben, eingebunden werden“, teilte Kusicka mit. In einer zweiten wird die Nachbarschaftshilfe gefördert. Sie dient dazu, „Päckchen“ von A nach B mitzubringen. Eine Lieferung aus Biblis könnten zum Beispiel Nordheimer oder Wattenheimer für ihre Nachbarn mitnehmen. „Das fördert auch die Kommunikation zwischen den Generationen, denn die Enkel können Handys oder das Internet viel besser bedienen und es den Großeltern zeigen“, meinte der Bürgermeister.

Das Gesamtpaket mit Workshops koste 10 000 Euro. Und das auf die beiden Ortsteile aufgeteilt, seien Summen, die sich die Gemeinde leisten könne. „So viel sollte uns eine zukunftsfähige Lösung Wert sein, und das möchte ich gerne mit Ihnen diskutieren“, so Kusicka. Er sieht nach wie vor die Schwierigkeit, einen Supermarkt in die Ortsteile zu bringen. Wenn es einen gäbe, wäre wiederum die Mobilität der älteren Bevölkerung ein Problem. Die Beiräte wollen den Vorschlag in den Fraktionen diskutieren.

Zehn Tage lang stand der „Smiley“, der die Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Fahrzeuge misst und entweder freundlich lächelt oder die Mundwinkel hängen lässt, in der Straße „Zum Rhein“. Jetzt lagen die Messergebnisse vor. Es wurden insgesamt 10 903 Autos gezählt, die Höchstgeschwindigkeit dort liegt bei 30 Stundenkilometern. „Rund 63 Prozent sind zu schnell gefahren. Unter anderem waren Spitzengeschwindigkeiten von 70 und 80 Kilometer pro Stunde darunter, und das in einer Straße, in der eigentlich nur Anwohner durchfahren“, erklärte der Bürgermeister. Er möchte ein anderes Bewusstsein im Fahrverhalten erreichen, damit nicht mehr so gerast wird. Der Smiley steht derzeit in der Sudetenstraße und zeichnet dort auf.

Im Sitzungssaal soll es WLAN geben, teilte der Bürgermeister mit. Er verhandelt deshalb mit EWR. cid

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