Biblis

Geselligkeit Abschluss in Nordheim mit Schubkarrenrennen

Emma Dornick will neue Kerwemuddi werden

Nordheim.Zum Abschluss der Nordheimer Kerwetage gab es noch eine große Überraschung: „Im nächsten Jahr mache ich die Kerwemudder!“, verriet Emma Dornick. Seit zwei Jahren engagiert sie sich bereits als „Kerwemudder in Ausbildung“ mit weiteren jungen Leuten für die Kerwetradition im Ort. Das eigentliche Amt konnte bisher nicht an einen Erwachsenen vergeben werden. „Zur Kerwe 2020 bin ich dann volljährig und möchte das Amt als Kerwemudder übernehmen“, so Dornick.

Es habe zwar schon mal den ein oder anderen kritischen Blick gegeben, da alle fünf Kerwemüdder und Kerwevädder in Ausbildung noch minderjährig waren, aber hierfür wurde ihnen ja auch Kerwe-Oma Kay-Marion Schmitt aus der Vereins-AG als „Uffbasserin“ zur Seite gestellt. Die positive Resonanz überwog jedoch, die Kerwebesucher lobten den Einsatz der jungen Leute für die örtliche Tradition.

Den letzten Kerwetag in Nordheim genossen die Auszubildenden und die Besucher nun nochmals in vollen Zügen. Die Kinder bevölkerten die Fahrgeschäfte, ein kleines Karussell, ein Kettenkarussell und Trampoline standen bereit. „Und mittags kam noch Mr. Kunterbunt vorbei“, so Simone Gall von der Vereins-AG. Der überraschte die Kinder mit Zauberkunststücken und modellierte Ballontiere für sie. Mittendrin im Kerwetreiben waren die Gurkenhoheiten von Biblis, Gurkenkönigin Noemi I. mit Prinzessin Kyra. Für beide war es ein kleines Heimspiel, die Königin wohnte einst in Nordheim und ihre Prinzessin stammt aus Nordheim und war selbst schon Kerwemuddi in Ausbildung. Beide konnten auch von ihrer Reise in die französische Partnerstadt Gravelines berichten, von der sie gerade zurückgekommen waren.

Ein weiterer Höhepunkt war das Schubkarrenrennen zur Kerwe. Acht Zweiterteam hatten sich dafür angemeldet, jeweils zwei Teams traten gegeneinander an. „Auch wir Kerwe-Azubis starten mit zwei Teams“, berichtete Emma Dornick.

Ein Teampartner schob die Schubkarre, einer saß darin. Auf dem Rundweg gab es mehrere Stationen. Zuerst musste ein Getränkebecher geleert werden. Dann ging die Fahrt durch einen Slalomkurs. Beim Umrunden der Pylonen gab es den einen oder anderen Unfall.

An der nächsten Station mussten die Sitzenden einen Löffel in den Mund nehmen, auf dem eine Traube lag. Diese sollte behutsam zur nächsten Station transportiert werden, ohne herunterzufallen. Von dort ging es dann mit Karacho über die Zielgerade. Nach so viel Gaudi und Kerwespaß über vier Tage waren alle traurig bei der Beerdigung der Kerwe. „Bis negscht Johr“, hieß es zum Abschied. Dann erwacht die Kerb im Ort mit neuer Kerwemuddi wieder. str

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