Biblis

Volkstrauertag Eindringliche Worte von Pfarrer Arne Polzer

„Es liegt an uns“

Biblis.Würdevoll, aber in viel kleinerem Rahmen als sonst, gedachte Bürgermeister Volker Scheib mit dem evangelischen Pfarrer Arne Polzer und dem katholischen Pfarrer Ludger Maria Reischert den Gefallenen der beiden Weltkriege. Dieses Mal fehlten Posaunenklänge und der Chorgesang auf dem Bibliser Friedhof, stellvertretend war Chorleiter Herbert Ritzert vor Ort. Als Soldatenvertreter nahm Hans Michael Platz und für die Gemeindevertreter Rita Schramm an der kleinen Gedenkfeier auf dem alten Friedhof teil.

Scheib erinnerte an Kriege und Gewaltherrschaft. Arne Polzer sprach von Pontius Pilatus, der Pilger beim Gebet im Tempel ermorden ließ. Auch heute noch litten Unschuldige und Arme. Zudem fänden Privilegierte immer wieder die Möglichkeit, sich der Verantwortung zu entziehen. „Unendliches Leid hat die Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg heimgesucht. Wir beklagen das Fehlen von Vätern und Großvätern, die Trauer von Witwen und Waisen“. Gleichzeitig sei es für viele Familien nicht einfach, die Verstrickung der eigenen Vorfahren in Schuld und Gräueltaten zu akzeptieren. „Es liegt an uns, auch an jedem und jeder einzelnen hier in unserer Heimat, ein kleines Stück dazu beizutragen, diese Welt ein Stückchen friedlicher und menschenwürdiger zu machen“, lautete sein Appell.

Polzers Worten schloss sich Pfarrer Ludger Maria Reichert mit einem gemeinsamen Gebet an, danach folgte eine Schweigeminute. Bürgermeister Volker Scheib legte mit Rita Schramm einen Kranz an der Gedenkstätte nieder. Fell

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