Biblis

Kita Sonnenschein Forscherwerkstatt mit verschiedenen Stationen in Bibliser Einrichtung

Experimente faszinieren Kinder

Archivartikel

Biblis.„Das eine Ei schwimmt oben, das andere ist unter Wasser gesunken“, staunen Leonie und Anna. Warum dies passiert ist, lernen die beiden Mädchen am „Tag der kleinen Forscher“ in der katholischen Familien-Kindertagesstätte Sonnenschein Biblis.

„In dieser Schüssel ist Wasser mit Salz vermischt. Je mehr Salz im Wasser, desto schwerer wird es, seine Dichte nimmt zu, dadurch trägt das Wasser das Ei“, erläutert Erzieherin Aileen Axt. Sie hat den Forschertag auch organisiert. „Für uns ist es immer wichtig, dass die Kinder selbst experimentieren, etwas ausprobieren, erfahren. Verbunden mit Freude, Neugier, Spiel und Spaß bleibt das so Gesehene, Erlebte, Gelernten viel eher bei den Kindern haften“, erklärt Ellen Gärtner, die Leiterin der Einrichtung.

„Klein, aber oho“

Bereits seit mehreren Wochen beschäftigen sich die Jungen und Mädchen mit dem Thema des Forschertages „Klein, aber oho!“. Dabei stehen kleine Dinge im Mittelpunkt, die oft zu wenig wahrgenommen werden, die aber alleine oder im Verbund mit vielen anderen kleinen Dingen Erstaunliches bewirken können. Eben passend zum Motto.

Ein Sandkorn ist winzig und trotzdem spürbar, ein einzelnes Pixel ist ein kaum wahrnehmbarer Punkt, aber viele zusammen formen ein detailliertes Bild. Darin liegt zudem die symbolische Aussage, dass wir gemeinsam stärker sind und alles schaffen können – und viele kleine Kinder etwas Großes bewirken können. Die Kinder haben zudem durch Vergleiche oder Verdoppelungen die Unterschiede zwischen Groß und Klein gelernt.

Die Kindertagesstätte hat das Programm am „Tag der kleinen Forscher“, einem bundesweitem Mitmachtag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, durch vier Experimentierstationen nochmals intensiviert. So erfahren sie an der „Eier-Station“, dass das Wasser durch kleine Salzkörner stärker wird und das Ei sogar tragen kann. In der Schüssel ohne Salz sinkt es dagegen auf den Grund. An der nächsten Station stapeln die kleinen Forscher Taschentücherpäckchen. Wie bei einem Haus schaffen sie aus vielen kleinen Bausteinen etwas Größeres. Hinzu kommt, dass die Kinder testen, mit welcher Technik ihre Türme oder Mauern besonders stabil werden.

An zwei weiteren Stationen geht es um die Verdoppelung von Perlen. Angeknüpft wird hier an die Geschichte mit dem Schachbrett und den Reiskörnern. Auf das erste Feld wurde in der Geschichte einst ein Reiskorn gestellt, auf das zweite Feld zwei Körner, auf das dritte Feld vier Körner und auf das nächste Feld acht. Es liegen also immer doppelt so viele Perlen wie auf dem vorherigen. Die Kinder lernen so das exponentielle Wachstum der stetigen Verdopplung kennen. Solche naturwissenschaftlichen und mathematischen Themen sind typisch für den Tag der kleinen Forscher. „Und wir haben Quadrate auf einem großen Blatt aufgezeichnet, und die Kinder können mit bunten Quadraten Blumen, Autos oder andere Sachen legen“, erklärt Aileen Axt. So entsteht aus vielen kleinen Quadraten ein richtiges Bild.

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