Biblis

Kino Bibliser Kultureinrichtung schließt Renovierungen ab / Neues Ton-System eingerichtet / Rambo läuft am Wochenende

Filminsel glänzt in edlem Rot

Biblis.Die Bibliser Filminsel hat sich herausgeputzt. Ein Teil der Renovierung fällt direkt ins Auge. Im Zuschauerraum leuchtet die Bespannung der Wände jetzt in einem edlen Weinrot. Der andere Teil ist eher zu hören: Das komplette Soundsystem samt Boxen wurde ausgetauscht.

Die Arbeiten haben am 28. Oktober begonnen. Seither war das Programm reduziert worden. Doch jetzt steht das Eröffnungswochenende an mit dem Film „Rambo – Last Blood, der von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. November, jeweils 20 Uhr, läuft.

Die ganze Zeit über wurde fleißig gewerkelt: Florian Bolz und Thomas Herpel vom Mitarbeiterteam haben die Stromversorgung für die Lampen überprüft, die wieder auf die neue Bespannung kommen. „Auf der Empore müssen noch die Lautsprecher eingebaut werden, dann ist der Umbau fertig“, erklärte Herpel beim Vor-Ort-Termin mit dieser Zeitung. Auf der Bühne ist noch ein schwarzer Teppich verlegt worden, der jetzt gut mit dem neuen schwarzen Vorhang harmoniert. Außerdem stand eine Grundreinigung an. Der Boden wurde abgesaugt und gesäubert, alle Stühle wurden feucht gewischt, überall wurde Staub entfernt. „Hier ist das Mitarbeiterteam gefragt. Für alles andere hatten wir dieses Mal Fachfirmen, die alles gemacht haben“, erklärte Vorsitzende Birgit Gimbel.

Im Vorfeld hatten sie und der andere Vorsitzende Marcus Müller den „Kino-Kongress“ in Baden-Baden besucht. Das ist eine Fachmesse speziell für Kinos. Dort haben sie die Fachfirma aus dem Raum Hannover gefunden, die die Bespannung ausgetauscht hat. „Das waren rund 192 Quadratmeter, die erst runter mussten und dann wieder neu an alle Wände kamen, auch an die an der Empore. An der grauen Bespannung in Richtung Decke durfte nichts gemacht werden, die fällt unter den Brandschutz“, erläuterte Gimbel.

Das neue Soundsystem „VPT Intense“ stammt vom Kinotechniker Viktor Panov aus Kirchheimbolanden, der auch die Leinwand für die Open-Air-Vorstellungen besorgt und das Filminselteam in technischen Fragen berät. Er hat das System selbst entwickelt. Das Gleiche ist bereits in Frankenthal im Kino eingebaut. „Probeweise war ich schon mal da und hab’ es mir angehört. Besonders bei Musik- und Konzertfilmen wird es seine Wirkung entfalten. Ich habe ‚The Cure in Concert – 40-jähriges Bandjubiläum‘ angeschaut und gemeint, ich sitze mitten auf der Bühne“, berichtete Birgit Gimbel beeindruckt.

Gleichzeitig ist der Soundprozessor mit seinem Rack vom alten Vorführraum hinter der Kasse in den neuen im Zuschauerraum umgezogen, in dem die digitale Technik steht. Das hat den Vorteil, dass es dort klimatisiert ist. 80 Prozent der Kosten werden über Fördermittel abgedeckt, teilweise vom Kinoverband und vom Land. Birgit Gimbel schätzt, dass die technischen Neuerungen jetzt erstmal für die nächsten zehn Jahre ausreichen. „Dann könnte mal wieder ein neuer Projektor anstehen“, meinte sie.

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