Biblis

Bauausschuss FLB-Chef misstraut der Verwaltung

Fischer blitzt bei CDU und SPD ab

Biblis.Zu Beginn der jüngsten Sitzung des Bibliser Bauausschusses hat Hans-Peter Fischer (FLB) gefordert, die Punkte zwei, drei und sechs von der Tagesordnung zu nehmen. Sie beinhalteten die Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, das Förderprogramm Stadtumbau Hessen sowie Veränderungen am Marsch-Kreisel. Fischers Begründung war, dass das Vertrauensverhältnis zum jetzigen Bürgermeister zerstört sei: Er wolle mit seiner Fraktion künftig nicht mehr nur auf den Aussagen der Verwaltung basierend abstimmen.

Fischer kündigte an, die FLB wolle in Zukunft alle Fakten nachprüfen und besonders auf die Zahlen achten. Sowohl Hans Michael Platz, Fraktionsvorsitzender der CDU, als auch Ewald Gleich (SPD) waren dagegen, die besagten Punkte zu kippen. Gleich warf Fischer vor, Wahlkampf zu betreiben – was allerdings zulasten der Bürger gehe. Bürgermeister Felix Kusicka erklärte, dass Fördergelder „flöten gingen“, wenn Entscheidungen nicht bis Ende September getroffen würden. Bei der Abstimmung war lediglich die FLB mit ihren zwei Stimmen dafür, die Tagesordnung zu ändern. Also blieben die Punkte bestehen.

Neue Abfahrt am Kreisel geplant

Zuerst berichtete Michael Schweiger vom Ingenieurbüro Schweiger und Scholz über die neue Planung des Marschkreisels. Diese sieht vor, dass für Autofahrer, die von Groß-Rohrheim nach Biblis fahren wollen, eine eigene Abfahrt vor dem Kreisel entstehen soll. „Damit wird die Gefahr des Rückstaus auf der Bundesstraße verringert“, so Schweiger. Vor allem ist auch eine Lösung für die Radwege gefunden worden. Diese verlaufen jetzt alle rund um den Kreisel in einer Fahrtrichtung. Anfangs war eine Variante mit gegenläufigem Radverkehr im Gespräch gewesen.

Die bisherige Anbindung der L 3261 und die unübersichtliche Kreuzung zum Einkaufsgebiet am Marsch soll dann komplett zurückgebaut werden. Bei der anschließenden Abstimmung enthielt sich die FLB mit ihren zwei Stimmen, alle anderen stimmten für den vorgelegten Plan. Die Gestaltung des Marsch-Kreisels an der B 44 war ein weiterer Punkt, den die FLB gerne von der Tagesordnung genommen hätte.

Fischer hatte Einspruch gegen das Protokoll der Bauausschuss-Sitzung vom 5. Juni erhoben. Auf seinen Wunsch ist nun der Zusatz aufgenommen, dass er, Fischer, dagegen war, dass das Mischgebiet „Am hohen Weg“ in ein Gewerbegebiet umgewandelt wird. Hier will das Abbruchunternehmen Wetzel erweitern. cid

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