Biblis

Ausstellung Heimathistoriker suchen Dokumente

Fotos von Gefallenen

Archivartikel

Nordheim.Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg: Dazu wollte der Verein für Heimatgeschichte Nordheim an der Kerwe eine Ausstellung zeigen. „Jetzt ist aber die Kerwe abgesagt, und wir haben längst nicht so viel Material sammeln können, wie wir es gebraucht hätten“, meinte Vorsitzender Günter Mössinger.

Für Nordheim hat der Verein bereits vor 25 Jahren die Geschichte aufgearbeitet und mit vielen Zeitzeugen gesprochen. Für Wattenheim und Biblis fehlen allerdings noch Zeugnisse. Deswegen sucht der Verein Fotos von Gefallenen aus dem kleinsten Ortsteil und der Kerngemeinde, sowie weitere Dokumente zu deren Tod. „Die Fotos werden bei uns eingescannt und wieder zurückgegeben“, versicherte der Vorsitzende. Sie können auch gleich digital abgegeben werden. In welcher Form eine Ausstellung laufen könnte, ist noch nicht ganz klar. „Aber wir können das Gedenkjahr nicht auf 2021 verschieben“, so Mössinger.

Darüber hinaus wird über die Rheinüberquerung der Amerikaner am 26. März geforscht. „Überall, wo sie über den Fluss gezogen sind, gibt es die Nato-Straße, wie hier oder in Lampertheim“, so der Vorsitzende. Er ist der Ansicht, dass das Denkmal bei Gernsheim falsch aufgestellt ist und dort nicht der Punkt der Querung war, wie es in der Inschrift heißt. In Nordheim kamen 17 deutsche Soldaten um Leben. Er geht davon aus, dass der Übertritt hier im Ortsteil stattgefunden hat. cid

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional