Biblis

Gurkenfest Biblis hätte an diesem Wochenende gefeiert

„Fühlt sich komisch an“

Biblis.Am Wochenende wäre Gurkenfestzeit in Biblis gewesen: Zwischen katholischer Kirche und Rathaus hätten sich wieder vier Tage lang Besucher an Livemusik, Kulinarischem, Spiel- und Fahrgeschäften erfreut. Zum ersten Mal in seiner 68-jährigen Geschichte fällt das beliebte Heimatfest aus – und damit auch die Krönung neuer Hoheiten. Die Absage hat der Wirtschafts- und Verkehrsverein Biblis (WVB) bereits Ende März mit Bürgermeister Volker Scheib bekanntgegeben.

„Natürlich ist uns das nicht leichtgefallen. Doch wie soll ein Gurkenfest unter diesen Umständen geplant und durchgeführt werden?“, sagt Bruno Neumann, Vorsitzender des WVB. Die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher stehe im Vordergrund. Um das finanzielle Risiko der Teilnehmer zu senken, sei so früh entschieden worden. „Das Gurkenfest ist für viele eine wichtige Einnahmequelle. Dieses Geld fehlt ihnen nun auch in der Kasse“, bedauert Neumann. Letztlich sei es die richtige Entscheidung gewesen.

„Es fühlt sich ganz komisch an. Normalerweise wären wir jetzt in der heißen Phase: arbeitsreich und voller Vorfreude.“ Das Gurkenfest ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Bibliser Kalender. Nun ist Bruno Neumann dankbar, dass die amtierenden Gurkenhoheiten, Gurkenkönigin Noemi I. mit Prinzessin Kyra, bereit sind, das Amt noch ein weiteres Jahr zu auszuüben.

Zwar habe es Anfang des Jahres Vorgespräche mit möglichen neuen Hoheiten gegeben. Diese seien aber mit Beginn der Corona-Pandemie gestoppt worden. „Selbst wenn Noemi und Kyra uns für eine zweite Amtszeit abgesagt hätten, hätten wir keine neuen Hoheiten gekrönt. Kein Gurkenfest: keine neue Königin und Prinzessin“, sagt Neumann. Gegenüber den Nachfolgerinnen wäre es auch nicht fair gewesen: Ein königliches Leben ohne Feste, Auftritte, Erfahrungen und Erlebnisse kann sich Neumann nicht vorstellen.

Jetzt plant der WVB das Gurkenfest 2021. „Wir schauen, wie wir die Besucher überraschen können“, sagt Neumann. Durch Teilnehmer, Angebote und vor allem Livemusik solle das Angebot attraktiv bleiben. Zudem bereitet der Verein gerade die Herbstvielfalt vor: ein Kunst- und Handwerkermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag Mitte September. Dahinter stehe im Moment aber noch ein großes Fragezeichen. str

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