Biblis

Ortsbeirat Bewerbung für Wettbewerb vertagt

Gespräch mit Land wegen Bürgersteig

Wattenheim.Die Teilnahme Wattenheims am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde nach Beratung des Ortsbeirats erst einmal auf September verschoben. Den Antrag hatte Bianka Muhs von der SPD gestellt. „Das ist eine Chance, Wattenheim zu verbessern. Hüttenfeld hat das auch gemacht. Und deswegen würde ich gerne mit dem Lampertheimer Stadtteil in Kontakt treten“, so ihre Begründung.

Bürgermeister Felix Kusicka entgegnete, dass das Stadtentwicklungskonzept (SEK) im September in die Gremien geht. „Dann wird man auch sehen, was in den Ortsteilen gemacht werden soll“, meinte er. Zudem sei das Prozedere mit dem 16-seitigen Antrag des Wettbewerbs sehr umfangreich. Unter anderem müsste ein Arbeitskreis mit Bürgern und Sachverständigen gebildet werden. „Das ist alles ein Riesenaufwand“, sagte der Bürgermeister.

Konkrete Idee gesucht

Sigrid Ambros (CDU) fand den Vorstoß nicht so schlecht, aber man müsse eine konkrete Idee im Hinterkopf haben, deren Umsetzung man dann verfolge. Dem stimmte Thomas Kuhn (CDU) zu und meinte, dass das schwierig werden würde, weil die Fachleute nicht da seien. Deshalb wurde einstimmig beschlossen, den Antrag erstmal zu vertagen, bis das SEK im nächsten Monat auf dem Tisch liegt.

Auch die beiden weiteren Anträge von Bianka Muhs kamen nicht wie geplant durch. Zum einen hatte sie beantragt, einen Bürgersteig auf den wenigen Metern von der Einfahrt der Sankt-Christophorus-Straße bis auf die Brücke in Richtung Biblis zu bauen. Das Gelände gehört aber dem Land, so dass die Gemeinde hier nicht ohne Zustimmung etwas entscheiden kann. „Ein Lückenschluss zur Dammkrone wäre schon wünschenswert. Wir werden deshalb Kontakt mit dem Land aufnehmen“, versprach der Bürgermeister.

Zuständigkeit prüfen

In Sachen „Radweg“ bei der Merschbrücke müsse geprüft werden, ob diese Strecke als landwirtschaftlicher Weg gelte, so Kusicka. „In der Mitte des Weges klafft ein großer Riss, da besteht Verletzungsgefahr für Radfahrer“, begründete Bianka Muhs ihren Antrag, den Weg zu erneuern. Der Bürgermeister hatte den Verdacht, dass es sich gar nicht um einen Radweg handle. Und landwirtschaftlichen Wege müsse die Gemeinde nicht reparieren.

Zunächst kein Hotspot

Vorerst wird es keinen Internet-Hotspot am Dorfgemeinschaftshaus geben. Diesen hatte Bianka Muhs vorgeschlagen. Der Beirat beschloss einstimmig, den zweiten Förderaufruf im September abzuwarten und sich dann zu bewerben.

Kusicka berichtete von den Erfahrungen am Bibliser Rathaus. Dort hatte es Beschwerden in der dunklen Jahreszeit gegeben, es würden sich dort Leute aufhalten, vor denen sich Anwohner ängstigten und den Weg zur Kirche nicht mehr gehen könnten. Daraufhin hat man beschlossen, das WLAN im Winter nach Dienstschluss im Rathaus abzuschalten.

Kritik an Omlor-Ausfahrt

Ortsvorsteher Heinrich Ochsenschläger (CDU) beschwerte sich darüber, dass die Ausfahrt der Groß-Rohrheimer Firma Omlor in Wattenheim anders ausgeführt sei als geplant. Bürgermeister Kusicka versprach, dass er Kontakt zu dem Unternehmen suchen werde, um dort nachzufragen.

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