Biblis

Theater AG Kleiner Bär und Company Laienschauspieler proben ein ganzes Wochenende im Bürgerzentrum Biblis / Premiere am 20. Oktober

Glitschiger Frosch will Prinzessin küssen

Biblis.„Natürlich habe ich recht: Ich bin der König!“ Tobias Mohr ist schon fest in seiner Rolle verankert. Beim Probenwochenende der Theater AG Kleiner Bär und Company Biblis spielt er so enthusiastisch, dass die kleine Krone auf seinem Kopf wackelt. „Die bestellen wir noch größer“, sagt Regisseurin Vanessa Linn schmunzelnd. Zum ersten Mal üben sie mit Kulissen, Technik und teils schon mit Kostümen. Da geht es lustig zu, aber auch konzentriert. Bis Oktober muss alles sitzen: Zum ersten Mal führt die Gruppe ihr Stück zwei Mal auf. Die Premiere von „Froschkönig Ferdinand“ ist am Sonntag, 20. Oktober.

Zu den Proben einmal die Woche kommen noch zwei ganze Wochenenden im Bürgerzentrum hinzu. „Das ist sehr wichtig, denn nur an diesen Terminen bauen wir vor der Premiere alles auf: unsere großen Hintergründe, Kulissen, Requisiten sowie unsere Ton- und Lichttechnik“, erklärt Tina Dautenheimer. Sonst trifft sich die Gruppe immer in Nordheim – ohne die ganze Ausstattung, die im Bürgerzentrum lagert. „Wir schauen dann, wo was steht, wie die Laufwege sind, ob das alles so klappt, wie wir es uns vorstellen. Wir üben auch die Umbauten und natürlich unsere Texte und das Einbringen von Ton- und Lichteffekten“, ergänzt Marc Drackert.

Sogar Headsets, die die Bürgerstiftung Biblis gesponsert hat, kommen bei der Wochenendprobe zum Einsatz. Wenn die Laienschauspieler ihre Kostüme anziehen, zeigt sich oft, dass noch etwas umgenäht werden muss. „Sobald man umgezogen ist, fühlt man sich noch mehr mit seiner Rolle verbunden“, meint Norbert Linn, der als fescher Prinz daherkommen wird. Und alle müssen lachen, als Ludger Petschek seinen Froschanzug mit Kissen ausstopft und Kussübungen mit Prinzessin Klara, gespielt von Tina Dautenheimer, einfordert. Währenddessen legen Nicole Stöckel, die die Biberdame Bibi spielt, und Stefanie Reis als durchgeknallte Hexe eine Karaokerunde mit „Ti Amo“ ein. Sie inszenieren ihre Version des Liebeswerbens von Frosch und Prinzessin.

„Liebe macht blind“

„Liebe macht eindeutig blind“, wirft Mauli Maulwurf alias Marc Drackert kopfschüttelnd ein. „Bei so viel konzentrierter Arbeit ist Spaß und Lachen immer wichtig“, betont Vanessa Linn. „Unsere Besucher können sich auf eine spannende Geschichte mit viel Witz freuen“, kündigt Techniker Wolfgang Drackert gut gelaunt an. Denn bei der Kinderkomödie „Froschkönig Ferdinand“ von Horst Arentholds soll es keinem langweilig werden. Biberdame Bibi und Maulwurf Mauli übernehmen das Ruder, und der Dritte in diesem ungewöhnlichen Bunde ist ein glitschiger kleiner „König“ der Frösche. Sie machen sich auf, die böse Hexe Trudi auszutricksen. Diese erpresst den König, weil sie selbst regieren will. Zugleich versucht sie, ein Zusammentreffen von Prinz Ferdinand und Prinzessin Klara zu verhindern.

„Küssen verboten!“ lautet Trudis Motto. Doch sie hat nicht mit der Macht der Freundschaft und Liebe gerechnet. Gemeinsam sind die drei Freunde stark – und das junge Publikum soll ihnen wieder fleißig helfen, alles zum Guten zu wenden. „Das wird ein herrlich komisches, rasantes und vor allem verrücktes Abenteuer“, sind sich die Laienschauspieler einig. str

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