Biblis

Konzert Barbara Boll, Matthias Klöpsch und Patrick Embach unterhalten die Bibliser auf dem Freigelände der Gaststätte

Gut aufgelegte Musiker am Bruchweiher

Archivartikel

Biblis.Seit 55 Jahren pilgern Bibliser und Menschen aus der Umgebung gerne zum Bruchweiher. Direkt am See gelegen, hat sich die gleichnamige Gaststätte als beliebtes Ausflugsziel schon lange einen guten Namen gemacht. Neben den Innenräumen ist es besonders der große Biergarten, der die Gäste in die Natur treibt. Aber auch Kinder finden dort ein spannendes Spielparadies vor. Zudem macht es Spaß, unter uralten Weiden sein Können auf der 18-Loch-Minigolf-Anlage auszutesten.

Alle zwei Monate steht ein Abend ganz im Zeichen der Musik. So hatte Wirtin Arnika Dörr jetzt Barbara Boll und ihre Musikerkollegen Matthias Klöpsch und Patrick Embach für ein Open Air Konzert gewinnen können. Dabei zündeten die drei Vollblutmusiker nicht nur ein musikalisches Feuerwerk mit Hits und Balladen aus 40 Jahren Musikgeschichte, sondern gewannen zudem die Herzen des Publikums mit kessen Sprüchen, Anekdoten und kleinen, gegenseitig ausgeteilten Bosheiten.

Kesse Sprüche

„Wir sind total Panne“, gestand Barbara Boll. Wie ihre Bandmitglieder freute sie sich, dass sie an diesem Abend nicht mehr nach Hause fahren musste. Mit Witz, Charme, Stimme und großer Musikalität nahm das Bollwerk-Trio die Zuhörer mit auf eine Reise um die Welt. Sie starteten mit dem 1971 erschienen Soulsong „My Papa was a Rolling Stone“, bei dem das rhythmische Mitklatschen ebenso auf Anhieb funktionierte wie das Mitsingen des weltbekannten Refrains.

Während der Duft von gegrillten Hähnchen über den grünen Rasen zog, zelebrierte die Band Lieder ihrer Lieblingsband „Queen“ oder trieben das Stimmungsbarometer mit dem Simple Minds-Song „Don’t you“ in die Höhe.

Finger verletzt

Immer wieder spielten sich die drei die musikalischen Bälle zu. Und das, obwohl Matthias Klöpsch an diesem Abend wegen einer Fingerverletzung seine Gitarre zu Hause lassen musste. Dafür stellte er sein gesangliches Talent unter Beweis. Ebenso wie Barbara Boll, die vor Kurzem eine eigene Musikschule in Lampertheim eröffnet hat.

Patrick Embach wurde an diesem Abend für lange Intros und wunderbare Pianosolos vom Publikum gefeiert. Ihm gelang es dabei, als Ein-Mann-Rhythmusgruppe das Trio musikalisch auf das Beste zusammenzuhalten. Matthias Klöpsch machte einen Ausflug nach Australien. Mit dem Reggae-Pop-Song „Girl I wanna make you sweat“ brachte er noch mehr Schwung in die lauschige Sommernacht. Im reichen Repertoire durften aber auch Klassiker wie „Killing me softly“, die Simply Red-Ballade „My love“ oder der von Bob Geldorf geschriebene Rocksong „I don’t like Mondays“ nicht fehlen.

Das große Finale hatte dann wieder Patrick Embach zu verantworten. Seinen mangelhaften italienischen Sprachkenntnissen war es zuzuschreiben, dass seine Interpretation des Gassenhauers „Felicità“, mit dem Al Bano und Romina Power Welterfolge feierten, so manchem Fan freudige Lachtränen in die Augen trieb.

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