Biblis

Kinder entdecken Logistik Jungen und Mädchen der Kita „Glückskäfer“ Wattenheim zu Gast beim Transportunternehmen Fiege

„Hier will ich auch arbeiten!“

Archivartikel

Biblis.„Ich möchte auch so einen Lkw haben!“, rief ein Junge mit großen Augen, als der Wagen an die Entladerampfe von Fiege Logistik GmbH in Biblis fuhr. Ein anderer Junge fragte begeistert: „Dürfen wir da jetzt mitarbeiten?“ und wäre am liebsten beim Ausladen zur Hand gegangen. Der Rundgang von zwölf Kindern der Gemeinde-Kindertagesstätte „Glückskäfer“ Wattenheim durch die riesige Logistik- und Lagerhalle von Fiege war ein großes Abenteuer. Der Besuch gehörte mit zum Forscherwettbewerb „Kinder entdecken Logistik“ .

Dieser Forscherwettbewerb richtet sich an Kindergärten und Grundschulen und wurde vom „Haus der kleinen Forscher“ und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt ins Leben gerufen. Der Wettbewerb „Kinder entdecken Logistik“ richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, die sich gemeinsam mit einer vorgegebenen Forscherfrage auseinandersetzen und ihre Ergebnisse in einem Bild, einer Collage, einer Bastelarbeit, einem Film oder einem anderen kreativen Format gestalten.

Anhand der Forscherfrage „Wie kommt die Milch in den Kühlschrank?“ beschäftigen sich die Wattenheimer Kinder damit, welche Wege die Milch von der Kuh bis hin zu ihren Familien zurücklegt. „Dabei ist die Milch ganz oft im Lkw unterwegs“, wusste ein Mädchen. Von der Kuh komme die Milch, dann werde diese zur Molkerei gebracht, von dort ins Lager und dann in den Supermarkt und am Ende in den Kühlschrank.

„Wir waren im Vorfeld natürlich auch bei einem Landwirt. Bei Sebastian Glaser aus Nordheim konnten wir die Ställe besuchen und sehen, wie Kühe gemolken werden und den Werdegang der Milch verfolgen“, berichtete Britta Spatz, Leiterin der Kindertagesstätte. Nun kamen die Kinder bei Fiege in Biblis an, wo sie von Matthias Wetzel eine interessante Einführung und einen Rundgang durch die großen Hallen bekamen. „Ich zeige euch kurz noch einen Film“, meinte Wetzel und das erste Kind fragte gleich: „Hast du auch Batman-Filme?“

Stattdessen wurde den Kinder gezeigt, wie effiziente Logistik abläuft und mit welchen Produkten die Firma arbeitet. Ebenso sahen sie den Werdegang des Unternehmens von Pferdefuhrwerken bis hin zu den heutigen modernen Lkws. Mit Sicherheitswesten ausgestattet, ging es schließlich in die Lagerhalle. „Dürfen wir auch Gabelstapler fahren?“, lautete die nächste Frage der Kinder, die ganz fasziniert waren von dem Fuhrpark in der Halle.

Wie ein Gabelstapler funktioniert

Selbst fahren durften sie nicht, aber große Augen bekamen sie, als sich die Gabelzinken nach oben bewegten. „Zehn Meter hoch gehen die, sie sind aber gedrosselt, damit sie nicht durch das Dach gehen“, erzählte Matthias Wetzel den Kindern. Diese bekamen auch gezeigt, wie sich der moderne Gabelstapler als ergonomischer Arbeitsplatz bewegt. Denn ab einer gewissen Höhe kippt die Führerkabine nach hinten, damit der Fahrer ohne Verrenkungen einen besseren Blick hat. Außerdem kann der Fahrer seine Aktivitäten in der Höhe per Videokamera kontrollieren.

Wie die Katzen versammelten sich die Kinder dann um zwei rote Laserstrahlen auf dem Boden, die von einem anderen Fahrzeug kamen. Ihnen wurde gezeigt, dass mit diesen Sensoren Hindernisse oder Personen erfasst werden und das automatisch fahrende Gerät dann stoppt. Ein Mitarbeiter demonstrierte, wie dieses Fahrzeug mit einer Handschaltung, einem Handschuh mit entsprechenden Kontakten, von außen gefahren werden kann.

Die Kinder bekamen einen Eindruck davon, welche Güter mit Lkws von A nach B transportiert werden und wollten beim Ausladen am liebsten mithelfen. Interessant war das Einladen eines modernen Lkw, der auf zwei Ebenen Waren fassen kann. „Hier will ich auch arbeiten!“, riefen die Kinder zum Abschluss.

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