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Sternsingeraktion In Nordheim und Wattenheim sind 15 Kinder und Jugendliche als Heilige Drei Könige unterwegs / Rekordergebnis: 2793 Euro gesammelt

„Ihr werdet freudig erwartet“

Archivartikel

Nordheim/Wattenheim.„Dass ihr euch als Sternsinger engagiert, ist wirklich eine tolle Sache“, zeigte sich Ursula Wenz von der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus in Wattenheim begeistert. Fünfzehn Jungen und Mädchen beteiligten sich an der Sternsingeraktion in Wattenheim und Nordheim und sammelten 2793 Euro an Spenden ein. „Dies ist das höchste Ergebnis der letzten Jahre“, freute sich Koordinatorin Julia Emig. Mit der Kollekte aus dem Rückkehrgottesdienst und weiteren Spenden der Bürger könnte diese Zahl sogar noch übertroffen werden.

„Ihr werdet heute schon freudig von Menschen in Wattenheim und Nordheim erwartet“, versicherte Ursula Wenz den Kindern und Jugendlichen, bevor sie sich auf den Weg machten. „Mich haben schon viele gefragt: Wann kommen die Sternsinger vorbei?“, erzählte Wenz. Zu Beginn der Aktion hatten sich alle Beteiligten in der Wattenheimer Kirche getroffen. Sie sprachen über das Beispielland Libanon, und auch darüber, dass sich die Kinder und Jugendlichen ehrenamtlich für Gleichaltrige auf der ganzen Welt einsetzen. Dies sei doch eine schöne Aufgabe, denn die Sternsinger brächten nicht nur den Segen Gottes zu den Menschen, sie seien zugleich ein Segen für all jene, die Hilfe und Unterstützung benötigen.

Drei alte Hasen

„Die Sternsingeraktion gibt es seit 1959, seitdem wurde weltweit schon eine Milliarde an Spenden gesammelt“, hatte Wenz recherchiert. Allein 2019 kamen so 50 Millionen zusammen, 2708 Euro flossen vergangenen Jahres aus Wattenheim und Nordheim in den Spendentopf. Das diesmal sogar 2793 Euro gesammelt wurden, darauf könnten Kinder und Spender stolz sein, meinte Wenz.

Einen Tag lang waren die Heiligen Drei Könige in Wattenheim und Nordheim unterwegs. Fünfzehn junge Leute zogen in vier Gruppen durch die beiden Ortschaften. In Wattenheim von Haus zu Haus, in Nordheim zu angemeldeten Familien. „Ich war vor über vierzig Jahren selbst Sternsinger und bin gespannt, wie es heute ist“, verriet Armin Hermann, der zum ersten Mal als Betreuer mitlief und die Gruppe von Emily, Marie und Nadine unterstützte. Die drei sind schon alte Hasen in Sachen Sternsinger. Emily ist zum sechsten Mal dabei, Marie zum achten und Nadine schon zum zehnten Mal. Für alle drei gab es diesmal eine kleine Premiere, denn sie waren zum ersten Mal auch für Nordheim zuständig. Hier wurden insgesamt fünfzehn angemeldete Familien besucht. Es gab zwar im Vorfeld ein kleines Missverständnis im Pfarrbrief, dort wurde Nordheim als Sternsingerbereich versehentlich nicht genannt. Doch natürlich wurde der Ortsteil von den Sternsingern nicht vergessen.

Freudiges Willkommen

„Es ist immer total schön, wenn sich die Türen öffnen und die Menschen sich freuen, uns zu sehen“, schwärmte Nadine. Alle drei empfanden das als sehr motivierend. „Das gibt ein gutes Gefühl“, waren sie sich einig. Marie erzählte, dass sie oft hereingebeten würden und dann auch mal länger blieben. Dies tue den Menschen gut, sie hätten Freude daran, die Sternsinger bei sich zu haben. Viele tolle Erlebnisse würden sie machen, an den Türen sei selten jemand unfreundlich zu ihnen. Sie fühlten sich als Sternsinger wohl und von den Bürgern gut aufgenommen. Alle drei hatten zudem viel Spaß daran, für die Menschen zu singen und den Segen zu bringen. Stolz waren sie über die gesammelten Spenden in ihrer goldenen Schatzkiste. „Sternsinger zu sein, ist schon etwas Besonderes“, fand Emily.

„Wir danken allen, die sich für diese Aktion engagieren, nicht nur den Kindern und Jugendlichen, sondern auch den Helfern im Hintergrund sowie den Betreuern, die die Gruppen begleiten“, betonte Koordinatorin Julia Emig. Neben ihr liefen als Betreuer noch Stephanie Dorner, Michaela Kronauer und Armin Hermann mit, für das gemeinsame Mittagessen im Jugendheim sorgten Patrizia und Rudi Kronauer. Ein Dank ging ebenso an Ursula Wenz sowie an die Helferinnen Elfriede Keil und Marina Scharlach.

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