Biblis

Corona-Krise Bibliser ärgert sich über Geschäftsmann

Im Verkauf gilt: Maske tragen

Archivartikel

Biblis.Der Bibliser Andreas Squarra muss seinem Ärger einfach Luft machen: Beim Einkaufen in seiner Heimatgemeinde sei es zu einer sehr unangenehmen Begegnung gekommen, berichtet er unserer Redaktion. In einem Fachgeschäft habe sich der Besitzer im Verkaufsraum geweigert, eine Schutzmaske zu tragen. „Mit dem Hinweis, als Inhaber bräuchte er das nicht“, schimpft Squarra. Dabei halte sich alle Welt an die Vorgaben, den näheren Kontakt zu meiden und in der Öffentlichkeit Masken anzuziehen. „Alles, um dem Coronavirus Paroli zu bieten.“

Auf Nachfrage stellt das Bibliser Ordnungsamt sehr schnell klar, dass der Inhaber des Fachgeschäfts falsch liegt: Sobald sich jemand im Verkaufsraum aufhält, müsse eine Maske aufgesetzt werden. Eine Ausnahme gelte nur, wenn eine Schutzvorrichtung wie eine Plexiglasscheibe vorhanden ist.

Das sei in diesem Geschäft allerdings nicht der Fall gewesen, bekräftigt Squarra. Es habe keinerlei Schutz gegeben, auch der Mindestabstand von eineinhalb Meter sei nicht einzuhalten gewesen. „Beim Bezahlen waren höchstens 70 Zentimeter Platz“ – zu wenig, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, ist sich der Bibliser sicher. Er wünscht sich mehr Solidarität in der Krise. Schließlich lebe pflegebedürftige Verwandtschaft in der Familie. Das Ordnungsamt hat indes angekündigt, in dem Geschäft nach dem Rechten zu sehen. sbo

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