Biblis

Soziales Irritationen um Mitgliederaktionen in Biblis

Johanniter werben auch

Archivartikel

Biblis.Zeitgleich zu der inzwischen abgebrochenen Werbeaktion des Deutschen Roten Kreuzes bemühen sich derzeit auch die Johanniter um weitere fördernde Mitglieder. „Wir haben eine Firma aus Stuttgart beauftragt, mit der wir seit Jahrzehnten schon zusammenarbeiten“, erklärt Björn Hörnle, hauptamtlicher Regionalvorstand der Johanniter.

Allerdings gab es auch hier Irritationen, wie eine Leserin unserer Zeitung gestern der Redaktion berichtete. Sie sei von einer Frau besucht worden und habe den Johannitern Geld in bar oder per Überweisung spenden wollen. Die Spendensammlerin habe sie allerdings informiert, dass dies nur mit Lastschrift möglich sei. Nachdem sie mit ihrem Mann gesprochen hatte, nahmen beide Abstand davon, weil ihnen das Verfahren nicht geheuer war. „Was ich erst im Nachhinein erfahren habe: Es hätte sich um eine Mitgliedschaft gehandelt und nicht um eine einmalige Spende“, sagt die Leserin, die enttäuscht ist über diese aus ihrer Sicht „verdeckte Mitgliederwerbung“, die ihr nicht seriös erscheine.

Kündigung jederzeit möglich

Hörnle erklärt auf Nachfrage, dass die Werber sich tatsächlich um Dauermitgliedschaften bemühen, dies aber auch eindeutig kommunizieren sollten. „Wir haben dafür eigens Verhaltensrichtlinien aufgestellt“, sagt er. Außerdem sei es den Werbern untersagt, Bargeld anzunehmen oder Überweisungsträger auszuteilen. „Wer uns direkt spenden will, kann dies über den Regionalverband tun“, betont er.

Die Werber der Johanniter sind noch in den kommenden beiden Wochen im Kreis Bergstraße unterwegs. „Wenn es irgendwelche Nachfragen gibt, können sich die Leute jederzeit an uns wenden“, erklärt der Regionalvorstand. Außerdem erhalte jeder, der eine Fördermitgliedschaft abschließe, Informationsmaterial und habe die Möglichkeit, die Mitgliedschaft jederzeit zu beenden. „Das geht auch telefonisch“, so Hörnle. kur

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