Biblis

Ferienspiele Kirchengemeinden machen gemeinsame Sache

Jona und der Wal in der Hauptrolle

Archivartikel

Biblis.Propheten machen ja eigentlich keinen Urlaub – sie befinden sich immer in Rufbereitschaft. Aber Jona wollte sich eines Tages um seinen Auftrag drücken. Klammheimlich machte er sich aus dem Staub. Dabei ging er allerdings ordentlich baden. Beim gemeinsamen Ferienspiel der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Biblis lernten die Kinder mit Spiel und Spaß diese spannende Geschichte aus der Bibel kennen und begleiteten Jona auf seiner Irrfahrt. Der Wal durfte natürlich nicht fehlen.

Und so hieß es für Jona „Ab durch die Mitte“. Der Job wurde ihm ohnehin zu anstrengend. „Noch in derselben Nacht packte ich meine Zahnbürste und meine Badehose. Die Richtung war klar: Nichts wie ans Meer!“ Mit Bildern und Worten präsentierten die Helfer den 15 Kindern die Geschichte. „Wir bedienen uns hier der schönen Version ,Jona – ein Prophet geht baden’“, berichtete Silke Wetzel. Insgesamt waren fünf Betreuer vor Ort, darunter auch die evangelische Gemeindepädagogin Dorothee Engelhardt und die katholische Gemeindereferentin Alice Zelonka.

Jonas Reise führte ans Meer, er wollte nach Tarsis, zu Sonne, Stierkämpfe und Sangria am Strand. Doch auf der Überfahrt kam ein Sturm auf, alle Passagiere beteten zu ihren Göttern und Götzen, am Ende warfen sie Jona als „Opfer“ über Bord – und der Sturm legte sich. Als ein Wal Jona verschluckte, wurde ihm klar, dass Gott ihm half.

Jona war davon gelaufen, aber Gott hatte ihn nicht abgeschrieben, sondern gab ihm eine zweite Chance. „Im Bauch des Fisches betete ich. Das erste Mal wieder seit langer Zeit“, sagte Jona in der Geschichte. Zurück an Land gelobte er, den Auftrag des Herrn auszuführen. So ging er nach Ninive und kündigte den Untergang der Stadt an. „Aber wenn der Untergang ausbliebe, wäre mir das schon peinlich“, fand Jona. Doch die Menschen zeigten Reue, so dass Gott sie tatsächlich verschonte.

Das Fazit aus der Geschichte war für die Kinder leicht zu erkennen: Niemand ist Gott gleichgültig. Und Gott scheut keine noch so ausgefallenen Mittel, um Jona auf den richtigen Weg zurück zu führen.

Fladenbrote gebacken

Neben der Geschichte gab es im evangelischen Gemeindehaus noch viel mehr zu entdecken. Gemeinsam wurde gesungen, und es wurden Fladenbrote gebacken. „Wir basteln Klammerfische“, erzählte Silke Wetzel. Diese bestanden aus Wäscheklammern, auf die Walmotive geklebt wurden. Beim Druck auf die Klammer öffnete sich das Maul des Wals, und Jona kam zum Vorschein.

Die Geschichte des Propheten wurde mit den Kindern bei einem Spiel noch weiter vertieft. Die Jungen und Mädchen wurden selbst zu Spielfiguren und schritten von Station zu Station. „Bei den hohen Temperaturen dürfen auch einige Wasserspiele nicht fehlen“, fand Silke Wetzel. Im Grünen waren daher Wasserrutschen aufgebaut, und auch Wasserfälle standen bereit.

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