Biblis

Hauptversammlung Bibliser Verwaltung und Planungsbüro informieren „Na Sowas“-Mitglieder

Jugendcafé wird neu gebaut

Archivartikel

Biblis.Das Jugendcafé „Na Sowas“ wird den Weg gehen, den die Gemeinde Biblis ihm vorgeschlagen hat: Das ist das Ergebnis der Jahreshauptversammlung, zu der die Mitglieder eingeladen waren. Die Verwaltung stellte dort die Pläne vor, die sie für das neue Jugendcafé hat. Denn die Begegnungsstätte wird in ihrer bisherigen Form aus mehreren Gründen aufgegeben.

„Das war eine Entscheidung, die der Vorstand ja nicht alleine treffen kann, sondern die von allen Mitgliedern getroffen werden musste“, erklärte Vorsitzender Bernd Wetzel. Dabei stand das „Na Sowas“ aber auch ein wenig unter Druck, denn wenn sie sich nicht für das Konzept entschieden hätten, wäre das Jugendcafé in zwei Jahren heimatlos geworden. Dann soll die neue Schule gebaut werden. Und was zu diesem Zeitpunkt mit der Riedhalle passiert, ist noch nicht klar.

Teil des Stadtumbaus

Um das neue Konzept zu präsentieren, war Alexa von Wedel vom Planungsbüro nh Projektstadt zu den Mitgliedern gekommen. Im Prinzip ist für das neue Jugendcafé wieder das Areal neben dem Kunstrasen in der Pfaffenaue vorgesehen, wo auch die alte Eventhalle steht. Ob der neue Standort auch wieder vorne am Weg ist oder hinten beim Weschnitzdeich, ist allerdings noch offen. „Die Idee stammt von uns. So haben wir eigentlich schon selbst angefangen, den Weg mit der Gemeinde zu gehen“, erklärte Wetzel. Der Vorsitzende hatte schon vor einiger Zeit eine Planung vorgelegt, die auch viele Möglichkeiten im Außenbereich vorsieht, die auf dem Areal ohne Probleme zu errichten wären.

Das Gelände ist Bestandteil des Programms zum Stadtumbau. „Die Jugendlichen, die jetzt bei der Planung helfen werden, sind in zehn Jahren erwachsen und schätzen vielleicht das, was sie einst mitgeplant haben“, erklärte Alexa von Wedel. Bei der Versammlung waren sowohl der jetzige Bürgermeister Felix Kusicka als sein Nachfolger Volker Scheib anwesend. Vor allem Scheib machte deutlich, dass ein Neubau für die nächsten beiden Generationen Bestand haben sollte. „Traut ihr euch das zu?“ fragte er die Vereinsmitglieder.

„Wir planen den Umbau der Eventhalle seit sechs Jahren. Uns gibt es schon seit 27 Jahren. Und wir haben nicht nachgelassen“, lautete die Antwort des neuen zweiten Vorsitzenden Stefan Zimmermann.

Zu überlegen ist jetzt, ob die Gemeinde das neue Gebäude nicht von vornherein auch für andere Institutionen nutzt, wie beispielsweise die Sozialagentur Fortuna oder für die Hausausgabenbetreuung der Schulen. Denn das Jugendcafé werde die Räume nur zu bestimmten Zeiten brauchen.

Zeitschiene im Januar festlegen

„Es geht konkret um Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 25 Jahren. Und vielleicht könnte man noch eine Betreuung von der Gemeinde andenken, eine Sozialarbeiterin, die weitere Angebote dort durchführt“, meinte Kusicka. Der Vorstand des Jugendcafés will sich zeitnah im Januar mit der Verwaltung zusammensetzen, Grundlegendes bestimmen und eine Zeitschiene festlegen. Ansprechpartner sind Jennifer Zintel-Andres und Helen Hulbert vom Bauverwaltungsamt, die bei der Versammlung waren.

Derzeit zählt der Verein 86 Mitglieder, zwölf sind jünger als 18 Jahre. Im vergangenen Jahr fanden eine Kinderfastnachtsdisco, ein Spielplatzfest, ein Fußballturnier und eine Silvester-Warm-Up-Party statt.

Das Jugendcafé freut sich über langjährige Mitglieder, die einen Gutschein in Höhe ihrer Mitgliedsjahre in Euro erhielten. Zehn Jahre dabei sind Melanie Bauer, Simon Heiser, Marco Keil, und Thomas Beisel. Seit 15 Jahren engagieren sich Julian Breyer, Kevin Wetzel, Marina Wetzel, Tobias Beierle, Tobias Wetzel, Steffen Hebling und Gregor Marek. Seit 25 Jahren sind Sabine Peters und Matthias Frohn mit von der Partie. Dem alten und neuen Vorstand gehören der Vorsitzende Bernd Wetzel, der zweite Vorsitzende Stefan Zimmermann, Rechner Kevin Wetzel, Schriftführerin Marina Wetzel und Pressewart Thomas Beisel an. Als Kassenprüfer wurden Sabine Peters und Matthias Frohn gewählt.

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