Biblis

Tradition Junge Leute engagieren sich für Fest in Nordheim

Kerwe-Azubis lernen von Omi

Archivartikel

Nordheim.In ihren gelben Pullovern fielen sie sofort ins Auge: die drei Kerwemuddis in Ausbildung. Ihnen stehen noch zwei Kerwevadder-Azubis zur Seite sowie eine Kerwe-Oma samt Rollator. Sie alle möchten die Tradition der Kerwe-Oberhäupter in Nordheim bewahren.

„Ich freue mich darauf, mich dieses Jahr für die Kerwe zu engagieren“, sagte Charlotte Frödert, eine der neuen Kerwemuddis in Ausbildung, bei ihrer Vorstellung nach dem Wortgottesdienst. Diesen hatte Pfarrer Arne Polzer in Mundart gehalten. „Auch ich habe mich dieses Jahr bereit erklärt, etwas für den Ort zu tun“, sagte Marlene Dornick, sie ist ebenfalls neu im Azubi-Team. „Ich bin zwar noch jung, aber ich hoffe, dass alles gut klappt und wir zusammen ein schönes Fest haben.“

Mit zum Fünferteam gehören noch ihre Schwester Emma Dornick, die bereits 2018 ihr erstes Azubijahr absolvierte, sowie die beiden neuen Kerwevädder in Ausbildung, Elias Vollrath und Niklas Pawlitschek. Kyra Gall, die das letzte Jahr ebenfalls als Azubine agierte, besucht die heimische Kerwe diesmal in ihrem neuen Amt als Bibliser Gurkenprinzessin.

Die jungen Leute, alle noch unter 18 Jahre, zeigten sich motiviert und versuchten, von Anfang an die Festplatzbesucher für die Kerweaktionen zu gewinnen, etwa für die Ausgrabung der Kerwe. „Die Nordemer Kerb hot widder begunne. Ich denk, ihr habt alle schon Gefalle droh gefunne. Mir grabe jetzt glei die Kerb hier aus, bitte begrüßt sie mit großem Applaus“, war von Emma Dornick zu hören, die dann noch das Kerwelied anstimmte.

Währenddessen grub Elias Vollrath die Kiste mit der Nordemer Kerb aus und hielt sie freudig in die Höhe. „Die Nordemer Kerb, sie lebe hoch!“, rief Dornick dazu. Nun ging es wieder auf den Festplatz hinter dem Alten Rathaus, dort wartete schon das Freibierfass, in das Bürgermeister Felix Kusicka gekonnt den Zapfhahn schlug. „O‘ zapft is“, rief er und hielt den großen Steinkrug in die Höhe.

Die Vereins-AG sorgte mit den Vereinen dafür, dass das Kerwedorf alles für die Besucher bereithielt. Kurze Wege führten von Stand zu Stand, zum Festzelt und zur Bühne, auf der Live-Musik spielte. Vor dem Platz, auf der Straße, hatten sich die Fahrgeschäfte, Süßigkeiten-, Schieß- und Spielbuden eingefunden.

Kerwe-Oma passt auf

Auch das Wetter spielte soweit mit, wodurch sich der Kerweplatz zum Abend hin noch mehr füllte. Die Vereine sorgten für das leibliche Wohl, auch die „WunderBar“ hatte im Festzelt wieder geöffnet, deren Erlös wird regelmäßig gespendet. Für die Musik stand die Band „District Lounge“ bereit, deren Bühne sich in den Kreis der Kerwestände einreihte, so dass die Besucher in der Mitte des Kerwedorfes alles im Blick hatten. Unter die Besucher mischten sich auch die Azubis mit Kerwe-Oma Kay-Marion Schmitt, die auf die Jugendlichen ein Auge hatte.

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