Biblis

Geselligkeit Nordheim feiert bis Montag Volksfest mit Mundartgottesdienst, Musik, Ausstellung, Kinderprogramm und Spezialitäten

Kerwe-Azubis verdienen sich ihre Sporen

Archivartikel

Nordheim.Nordheim steht bis einschließlich Montag, 30. September, ganz im Zeichen der Kerwe. Die Vereins-AG, welche die Kerwe gemeinsam mit den Vereinen auf die Beine stellt, freut sich über junge Leute, die das Amt der Kerwemudder oder des Kerwevadders kennenlernen wollen. In diesem Jahr sind es drei Kerwemüdder sowie erstmals zwei Kerwevädder in Ausbildung, die sich der Tradition annehmen. Da alle fünf noch nicht volljährig sind, steht ihnen als „Uffbasserin“ die neue Kerwe-Oma Kay-Marion Schmitt zur Seite.

Nachdem die langjährige Kerwemudder Silke Folz in Rente gegangen ist, konnte kein Nachfolger gefunden werden. Doch Nordheim ging innovative Wege und kreierte ein neues Amt: das der Kerwemudder oder des Kerwevadders in Ausbildung. Damit sollen Interessierte langsam an die Aufgaben herangeführt werden.

Drei weibliche Kerwe-Azubis standen 2018 bereits parat und verlasen auch die Kerwerede. Nun sind noch zwei „Quoten-Väter“ dazu gekommen. Charlotte Frödert, Emma und Marlene Dornick sowie Elias Vollrath und Niklas Pawlitschek werden von der Kerwe-Oma begleitet. Diese freut sich über die Aufgabe: „Als ich Kerwemädschen war, da war ich immer die Älteste, und es hieß dann scherzhaft, ich sei die Kerwe-Oma. Die Titulierung ist geblieben“, erzählt Schmitt lachend.

Sie gehört neben Simone Gall, Silke Folz, Astrid Pawlitschek, Nadine Nolting, Armin Tremmel, Katja Dornick, Claudia Kreider und Bernd Morwe zum Team der Vereins-AG. Diese kümmert sich um die Organisation der Kerwe und des Weihnachtsmarktes. „Wir danken zudem der Bürgerstiftung Biblis, die unsere Kerwe finanziell unterstützt“, betonte Schmitt.

Los ging es bereits mit dem Kotelettessen bei der Feuerwehr im Stützpunkt. Seither sind auch die Fahrgeschäfte geöffnet. Am Samstag, 28. September, eröffnet Pfarrer Arne Polzer das Fest offiziell mit einem Mundart-Gottesdienst im Zelt. Danach graben die Kerwe-Azubis mit der Kerwe-Oma das Fest aus. Und Bürgermeister Felix Kusicka sorgt beim Bieranstich für Freibier. Am Abend spielt die Band District Lounge auf dem Kerweplatz auf.

„Dieses Jahr werden die Bäume auf dem Festplatz in stimmungsvollem Licht erstrahlen“, verriet Schmitt. Wer Lust auf Cocktails hat, wird im Kerwezelt bei der Wunderbar fündig. Weitere Vereine warten im Kerwedorf auf Gäste. Im Rathaus wird zudem eine Ausstellung zu „Das Rheinufer des Kreises Bergstraße“ zu sehen sein.

Am Sonntag, 29. September, geht es im Kerwedorf schon zum Frühschoppen rund. Höhepunkt wird die Kerwerede am Nachmittag sein. „Die Kerweborsch aus Hofheim kommen vorbei, und später gibt es ein Platzkonzert des Hofheimer Posauenchors“, berichtete Schmitt.

Am Montag, 30. September, startet die Kerwe mit „Rührei und Speck“ in den Tag. Nachmittags gibt es das beliebte Schubkarrenrennen, an dem auch Auswärtige teilnehmen können. Für die Kinder kommt Mr. Kunterbunt ins Kerwezelt. Abends tragen die Azubis, die Oma und „trauernde Gäste“ die Kerwe zu Grabe. „Unsere Kerb ist nicht groß, aber mit viel Liebe und Herzblut organisiert“, so Schmitt.

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