Biblis

Schule in den Weschnitzauen Schlagzeuger Uwe Pfauch trainiert eine Woche an der „musikalischen Grundschule“ / Dank geht an die Bürgerstiftung

Kinder-Konzert auf klingenden Kisten

Archivartikel

Biblis.„Achtung, hört auf den Rhythmus“, ruft Schlagzeug-Trainer Uwe Pfauch den Grundschülern der Schule in den Weschnitzauen Biblis zu. Sie klopfen im Takt auf ihre Kistentrommel. Diese heißt in der Fachsprache Cajon, es klingt wie „Kachon“. Eine Woche hat der Schlagzeuger aus Karlsruhe in der Bibliser Schule verbracht und mit allen Klassen rhythmische Musikstücke eingeübt – auf der Cajon und an den Boomwhackers. Das sind Instrumente aus unterschiedlich langen Kunststoffröhren.

Was die Kinder dabei gelernt haben, konnten die Eltern bei einem kleinen Konzert erleben. Ermöglicht hatte die Bürgerstiftung Biblis diesen besonderen Musikunterricht. Denn seit August gehört die Schule zu den „musikalischen Grundschulen“ in Hessen. Dabei soll Musik ganzheitlich in den Schulalltag hineinwirken und in den Unterricht einbezogen werden.

Bereits im September hatte ein Referent einen Musiktag gestaltet. Konrektorin Nora Snaschel freute sich über das zweite Projekt mit Uwe Pfauch. Der studierte Schlagzeuger war eine Woche lang mit seinem Angebot „Erlebnis-Trommeln on tour“ in Biblis und trainierte jeweils zwei Stunden mit jeder Klasse. „Ihre Kinder sind alle sehr talentiert. Hören Sie, was die Jungen und Mädchen innerhalb so kurzer Zeit gelernt haben“, sagte Pfauch zu den Zuhörern.

„Mit den Cajons und den Boomwhackers zu arbeiten, bringt den Kindern schnelle Erfolgserlebnisse“, erklärte Snaschel. Zugleich schule es die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität, sorge für Entspannung und Stressabbau. Zudem fördere es motorische Fähigkeiten und stärke das Selbstbewusstsein der Kinder. Rektorin Nicole Skubella dankte der Bürgerstiftung Biblis ganz ausdrücklich, dass sie dieses Projekt möglich gemacht hatte.

Zu dem kleinen Konzert in der Riedhalle kamen viele Familien, ebenso Bürgermeister Felix Kusicka. Alle staunten, mit welchem Elan und welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache waren. Zuerst war die Trommelkiste dran. Auf diese setzt man sich drauf, und nachdem man die Grundschläge gelernt hat, kann es schon losgehen. Der Kiste werden je nach Schlagfläche unterschiedliche Töne entlockt. Uwe Pfauch machte auf seiner Cajon mit, so konnten sich die Kinder an seinen Schlägen orientieren.

Klingende Röhren

Die fetzige Musik, zu der die Rhythmen begleitend zu hören waren, sorgte für das passende Schlaggefühl. Die Kinder schlugen mal nur mit einer Hand, winkten mit der anderen oder sangen kurze Refrains mit. Die Zuschauer, darunter die Vorschulkinder der Kindergärten, klatschten dazu.

Neben der Cajon gab es Vorführungen mit Boomwhackers, den Kunststoffröhren. Sie erzeugen durch unterschiedliche Röhrenlängen verschiedene Töne. Auch hier sorgte die passende Hintergrundmusik für einen mitreißenden Rhythmus. str

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