Biblis

Ferienspiele Mehr als 20 Jungen und Mädchen lernen den Bibliser Verein ASV Wasserrose kennen

Kinder werfen die Angel aus

Archivartikel

Biblis.„Der Fisch ist voll gemein“, schimpft Vanessa. Ständig würde er ihre Maden vom Haken stibitzen. „Das macht er nur, weil ich ihn vorhin gefangen haben. Der will mich ärgern“, ist das kleine Mädchen überzeugt. Um die fünfzehn Fische hatte sie bei der Ferienspielaktion des Angelsportverein Wasserrose Biblis schon aus dem Wasser geholt. Allerdings ließ sie die Fische später alle wieder frei.

Hohe Fangquote

Über zwanzig Kinder haben sich für diese frühmorgendliche Aktion beim Angelsportverein angemeldet. Von sechs bis neun Uhr versuchen sie ihr Glück am Bruchweiher – und das war ihnen hold. Jeweils ein Betreuer sucht mit zwei bis drei Kindern einen Angelplatz rund um den See. Dann herrscht Stille. Die Kinder erkennen, dass sie mit Ruhe und Geduld ihre Fangquote erhöhen können.

„Sophie und Vanessa haben zusammen schon über dreißig Fische geangelt und wollen gar nicht aufhören“, erzählt Peter Schmitt. Am Anfang bissen die Fische bei allen Kindern besonders gut an, dann bekamen die Tiere langsam mit, was im Gange war und wurden vorsichtiger.

Die ganz Cleveren fraßen einfach nur den Köder und ließen sich nicht an den Haken nehmen. „Langsam, Kinder, nicht so schnell“, sagt Schmitt. Die beiden Mädchen beobachten die Fische, die um den Angelhaken schwimmen. Sobald einer anbeißt, ziehen sie die Angelschnur nach draußen – und der Fisch ist weg. „Alle Kinder waren wirklich sehr geduldig beim Angeln, aber nach drei Stunden merkt man, dass die Konzentration nachlässt und sie schneller ans Ziel kommen wollen“, so Peter Schmitt. „Bei mir beißt keiner mehr an“, jammert Vanessa, während bei Sophie ein Fisch an der Angel hängt. Sie zieht ihn aus dem Wasser – und schwups – springt er wieder zurück. Den nächsten schafft sie ans Land und in die Hände von Peter Schmitt, der das Tier vom Haken befreit.

Die Kinder können sich den Fisch anschauen, auch mal in die Hand nehmen, dann geht es zurück ins Wasser. „Die meisten Kinder haben Sonnenbarsche und Rotaugen geangelt“, sagt Schmitt. Die Kinder erleben nicht nur das Angeln hautnah, sondern auch die Natur. So sehen sie auch einen Eisvogel, der in der Nähe nistet.

Am Ende der Ferienspielaktion sind die Kinder mit ihrem Morgen am See sehr zufrieden. Schnell entsteht ein kleiner Wettkampf, wer die meisten Fische geangelt hat. Alle Jungen und Mädchen konnten sich über gut Ergebnisse von mindestens zehn Fischen freuen.

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