Biblis

DRK Zuspruch bei Blutspende in Biblis nicht ganz so groß wie sonst / Neun Erstspender

Knapp unter der 100er-Marke

Archivartikel

Biblis.Zur letzten Blutspende in diesem Jahr hatte das Deutsche Rote Kreuz in Biblis eingeladen. Zu dieser kamen 89 Spender, davon neun Erstspender. Damit lag die Spenderzahl in Biblis nach langer Zeit einmal wieder unter 100 Personen.

„Das Auf und Ab der Spenderzahlen ist von vielen Faktoren abhängig. Aber im Durchschnitt hatten wir in diesem Jahr 113 Spender pro Termin. Und das ist ein gutes Ergebnis“, erklärte Silke Wetzel vom DRK Biblis. Im vergangenen Jahr seien es zum gleichen Zeitpunkt 128 Spender gewesen. Im August 2019 kamen trotz großer Hitze 140 Blutspender.

Ein kleiner Ausreißer nach unten macht dem DRK in Biblis keine Sorgen. Die Freude ist stattdessen immer groß, wenn viele Erstspender vorbeikommen. Denn die engagierten, regelmäßigen Stammspender werden älter und fallen dann auch aufgrund der Altersbegrenzung aus.

Gute Gründe, Blut zu spenden, gibt es einige. Zum einen helfen Blutspender durch ihr Blut und dessen Bestandteile anderen Menschen. Bei jeder Blutspende wird zudem der Hämoglobinwert, die Körpertemperatur sowie der Blutdruck gemessen. Ist hier etwas auffällig, wird der Spender zum Hausarzt verwiesen. So können mögliche Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. Weiterhin wird das Blut auf übertragbare Infektionskrankheiten überprüft, und Blutspender erfahren ihre Blutgruppe.

So wie Blut anderen helfen kann, ist auch die Ausrüstung für schnelle Hilfe ein wichtiger Faktor. Dies wissen auch die Ehrenamtlichen vom DRK Biblis, die ein neues Fahrzeug brauchen. Hinsichtlich des Spendenstandes für den neuen Krankentransportwagen gab es Grund zur Freude. „Die Hälfte der Kosten haben wir dank der vielen kleinen und großen Spenden zusammen. In etwa acht Monaten können wir den fertig ausgebauten KTW abholen. Bis dahin heißt es weiterhin sparen und Spender gewinnen“, berichtete Wetzel. Sie dankte allen, die das DRK durch finanzielle Spenden unterstützen. Rund 67 000 Euro kostet das Fahrzeug nebst Ausbau zum Krankentransportwagen.

Bei der Blutspende machte das Jugendrotkreuz auf eine eigene Aktion aufmerksam, die im Rahmen ihres Umweltprojektes „Klimahelfer – was tun?” gestartet wurde. „Wir haben hierfür die Aktion ,Ein Handy für den Gorilla’ des Frankfurter Zoos ausgewählt und sammeln alte Handys mit Akku – ohne SIM- und Speicherkarte – in extra Sammelboxen“, so Wetzel. Diese Boxen stehen im DRK-Zentrum in Biblis und beim Ordnungsamt im Bibliser Rathaus. Dort können alte Handys abgegeben werden. „Wir werden diese Boxen zusammen mit unseren Kindern und Jugendlichen nächstes Jahr dem Zoo übergeben“, so Wetzel.

Der Zoo bekommt für jedes Handy von seinem Recyclingpartner einen Geldbetrag. Der Erlös fließt ohne Abzug in das Gorilla-Schutzprojekt im Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Auch zum Blutspendetermin konnten alte Handys für die Sammelboxen abgegeben werden.

Bei der Blutspende gab es zudem Ehrungen. Für zehn Blutspenden wurden Torsten Waschitzka und André Schneider ausgezeichnet, für 25 Spenden Thomas Uihlein. str

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