Biblis

Fußball 50 Jungen und Mädchen jagen vier Tage lang in Wattenheim dem runden Leder hinterher

Knirpse vom Camp begeistert

Biblis.„Warum kann das Fußballcamp nicht 20 Tage dauern?“, fragte der Nachwuchskicker Leon. „Das macht doch so viel Spaß!“ Da musste Franz Rettig, sportlicher Leiter beim Jugendförderverein (JFV) BiNoWa, schmunzeln. Die 50 Teilnehmer des JFV Fußballcamps, das über vier Tage ging, wollten gar nicht mehr nach Hause.

Das Fußballcamp wird seit vielen Jahren als Ganztagesbetreuung angeboten und erfreut sich immer mehr an Beliebtheit. Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2013 können daran teilnehnen, „Wenn wir 32 Teilnehmer erreicht haben, freue ich mich, da klappt es gut mit der Turnier-Einteilung beim Camp. Bei 40 Teilnehmern dachte ich, jetzt reicht es langsam. Nun sind wir bei 50 Jungen und Mädchen angekommen. Damit haben wir die Kapazität des Camps erreicht“, erklärte Rettig.

Die Menge an Kindern sei nur zu stemmen, weil die sportlichen und organisatorischen Gegebenheiten in Wattenheim gut genutzt werden könnten. Auf den beiden grünen Plätzen kommen alle Fußballangebote unter, außerdem gibt es eine Küche im Sportheim und die Möglichkeit, unter der Pergola alle Kinder zu verköstigen.

Neben optimalen Standortverhältnissen muss die Anzahl an Betreuer stimmen, damit das Camp stattfinden kann. Es halfen wieder viele Trainer mit und nahmen sich dafür oft Urlaub. Unterstützt wurden sie von Nachwuchskräften aus dem Verein. Um die 15 Betreuer waren täglich vor Ort, auch Küchenhelfer gehörten dazu. Die Kinder wurden mit Mittagessen und Obst versorgt.

„Die Damen in der Küche sind bei den Kindern auch immer Anlaufpunkt bei Wehwehchen. Einen Splitter aus dem Finger können sie besonders sanft herausziehen“, weiß Rettig von den Teilnehmern. Die jungen Fußballer wurden erstmals von Helferinnen aus der Mädchenmannschaft betreut. „Eine große Bereicherung“, fand Rettig.

Alle Helfer hätten von sich aus bei Rettig nachgefragt, ob sie ihn unterstützen könnten. „Ich musste gar keinen Rundruf deswegen starten.“ Er berichtete zudem, dass viele der Trainer von heute einst als Teilnehmer oder Betreuer beim Fußballcamp dabei waren. Aufgrund dieser Erfahrungen schnupperten sie in die Trainersparte und betreuen nun eigene Mannschaften. Dies sei eine positive Entwicklung für den JFV, aus den eigenen Reihen die Kräfte zu finden.

Bei dem Camp gehe es nicht nur darum, besser Fußball zu spielen. Früher hätten die Kinder auf dem Bolzplatz gelernt, Teams zu bilden, nicht immer nur mit den Besten spielen zu wollen oder mit dem guten Freund. Beim Camp gebe es darüber die eine oder anderen Diskussion. Denn dort fanden nachmittags Motto-Turniere statt.

Teams ausgelost

Das Los entschied dabei, wer in welchem Team spielte. Da wurden schon mal Einwände vorgebracht, der eine wollte nicht gegen seinen besten Freund spielen, ein anderer sah sich nicht in der Lage, als Dortmund-Fan in einem Bayern-München-Team anzutreten.

Am Vormittag absolvierten die Teilnehmer verschiedene fußballerische Stationen. Sie zeigten ihr Können bei Wettbewerben wie dem Dribbelmeister, Elfmeterkönig oder Freistoßkönig. Hinzu kamen Stationen, um das Fußballkönnen und die Technik der Kinder zu vertiefen.

Auch das DFB-Schnupperabzeichen stand noch auf dem Programm. Am letzten Tag fand vormittags die Austragung der Weltmeisterschaft statt, am Nachmittag waren die Familien auf den Sportplatz eingeladen. Mit ihren Eltern konnten die Kinder einen Fußball-Parcours absolvieren und zeigen, was sie gelernt haben. Gemeinsam ging es so auf Punktejagd. Später fand dann noch ein Eltern-Kind-Spiel statt.

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