Biblis

Gemeindevertretung Gemeinde Biblis wird künftig bei sozialen Medien vertreten sein / Innerstädtisches Baugebiet in Planung

Kosten für Riedhalle sollen ermittelt werden

Archivartikel

Biblis.Die Gemeinde wird künftig bei den gängigen sozialen Medien vertreten sein. Das beschlossen die Vertreter von CDU und SPD, lediglich die Freie Liste Biblis (FLB) enthielt sich. Vorangegangen war eine kurze Aussprache des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Michael Platz, der sagte, dass Bürger den Vorwurf geäußert hätten, die Politik sei nicht transparent.

„Unter anderem hat sich das Leseverhalten geändert, und deshalb müssen wir auf anderen Kanälen unterwegs sein“, so seine Aussage. Er verwies auf die Social-Media-Profile von der Partnerstadt Nittenau, die sogar eine App betreibe. Unterstützung kam von Sven Vollrath (SPD): „Transparenz ist gut, wir werden zustimmen.“

Einzig FLB-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Fischer äußerte Kritik. Zwar sei er auch für die Information der Bürger, aber weil er mehrmals nach den konkreten Kosten gefragt habe und ihm das keiner beantwortet habe, könne er persönlich nicht zustimmen. Die Fraktion schloss sich seiner Enthaltung an.

Dieses Abstimmungsverhalten der FLB zog sich über weitere Punkte. Sowohl beim Ankauf der Grundstücke für den Marschkreisel, als auch bei der Entwässerungssatzung gemeinsam mit dem Zweckverband KMB, die ab dem 1. März in Kraft treten soll, enthielt sich die Fraktion der Stimme. Die Freie Liste ist in der Gemeindevertretung von sieben Mitglieder auf fünf geschrumpft, weil das Ehepaar Tschöpe aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist und es keine weiteren Nachrücker auf der Liste gibt.

Beim Thema Sanierung der Riedhalle oder Neubau gab es eine kurze Aussprache. SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler wünschte sich einen fünften Punkt auf der Liste der Fragen, die von der Verwaltung zu klären seien. Neben den Gesprächen mit den Vereinen, die jetzt die Halle nutzen, wollte er überprüfen lassen, wie wirtschaftlich eine Sanierung oder ein Neubau auf die Dauer von 50 Jahren ist, um diese Zahlen gegenüberzustellen. Sein CDU-Kollege Platz war konkreter für einen Neubau.

„Die Riedhalle kommt jetzt ins 50. Jahr. Selbst wenn wir sanieren, haben wir immer noch eine alte Halle. Es gilt, eine Absprache zu finden, die für alle bezahlbar ist“, meinte Platz. Er nahm an, dass es zeitlich ähnlich lang dauert, ob nun saniert oder neu gebaut wird.

Gespräche mit dem Kreis

Fiedler teilte mit, dass der Aufteilungsschlüssel der neuen Halle in Einhausen 35 Prozent Kreis und 65 Prozent Gemeinde betrage. „Eine ähnliche Aufteilung wäre auch für Biblis denkbar“, so Fiedler. Die Entscheidung, erst mit den Vereinen zu sprechen und dann in die Verhandlungen mit dem Kreis zu gehen, war einstimmig.

Weiteres Thema war die Entwicklung des Geländes an der Goethestraße. Platz sprach sich dafür aus, das Areal zusammen mit dem Eigentümer, der Thelen Gruppe, zu entwickeln. Dort soll Wohnbebauung entstehen. Fiedler sagte, dass auf jeden Fall ein Infrastrukturbeitrag gezahlt werden müsse, und zwar für alle, die privat bauen wollen. „Wir sind darauf angewiesen, innerörtlich die Bebauung zu verdichten. Wir begrüßen das ausdrücklich“, so Fiedler. Fischer drängte auf Erbpachtbauplätze für finanziell nicht so gut gestellte Bauherren und forderte einen Ausschuss für die Bauplatzvergabe mit der Auflage, „Bibliser Bürger zu bevorzugen“. Der Entschluss, mit Thelen weiter ins Gespräch zu gehen, fiel einstimmig. Genau wie auch der Beschluss zur Variantenprüfung des Gesundheitshauses.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional