Biblis

Kerwe Azubis präsentieren in Nordheim eine lustige Rede

Kranz hochgehievt

Archivartikel

Nordheim.Ein Hoch auf die Kerwetradition in Nordheim, dazu gehörte auch eine Kerwerede. Hierfür schauten die drei Kerwemuttis in Ausbildung aus den Fenstern des Alten Rathauses hinab auf das feiernde Volk und hielten ein paar Anekdoten aus dem Ort bereit. Ein unterhaltsames Programm erwartete die Besucher den ganzen Tag im Kerwedorf, neben der Rede gab es noch ein Platzkonzert sowie eine Bilder-Versteigerung.

Gespannt warteten die Gäste auf die Kerwerede, die von den Kerwemuddi-Azubis Emma und Marlene Dornick sowie Charlotte Frödert abwechselnd vorgetragen wurde. Die beiden neuen Kerwevädder in Ausbildung, Elias Vollrath und Niklas Pawlitschek, kümmerten sich derweil auf dem Platz um die Aufstellung des Kerwekranzes.

Emma Dornick blieb als einzige Azubine aus dem vergangenen Jahr übrig. Sie konnte aber Charlotte Frödert überzeugen mitzumachen, ebenso ihre Schwester Marlene Dornick. Nach einer kurzen Vorstellung ging es auch schon los mit den Geschichten aus dem Ort. Wie die über eine Familie, die aus dem Barcelona-Urlaub kam, dem Vielflieger-Vater aus dem Terminal folgte und kurz vor dem Ausgang dann bemerkte, dass sie ja ihr Koffer vergessen habe mitzunehmen.

„Also beim Zoll klingeln, Missgeschick erkläre, und unner Beobachtung durfte se dann die Koffer hole“, so Emma Dornick, die ergänzend rief: „Silke, wart ihr des Johr schon im Urlaub?“Damit war klar: Die ehemalige Kerwemuddi Silke Folz hatte die Geschichte zur Kerwerede beigetragen. Charlotte Frödert berichtete über die Vergesslichkeit von weiteren Nordemer Urlaubern, die während der Fahrt erst bemerkten, dass sie noch die Hausschlappen an und ihre Winterjacken daheim vergessen hatten.

Glimpflich kam ein Nordheimer Mitbürger in Sachen „Zuchthaus“ davon. Denn dieser war geblitzt worden und hatte auch brav den Bußgeldbescheid bezahlt, doch dann stand die Polizei mit Haftbefehl vor der Tür und wollte ihn mitnehmen. „Es stellte sich heraus, dass es ein Fehler vom Sachbearbeiter gewese is“, konnten die Kerwe-Azubis aufklären. Der Mann blieb auf freiem Fuß. Nach der Rede, dem Aufstellen und der Taufe des Kranzes, der schön mit Blumen geschmückt war und den Namen „Eva“ trug, ging das Kerwetreiben weiter.

Am Nachmittag schaute der Hofheimer Posauenchor auf dem Festplatz vorbei und gab ein Platzkonzert, währenddessen war auch die Kaffee- und Kuchentheke zum Schlemmen geöffnet sowie alle weiteren Bewirtungsstände der Vereine.

Zum frühen Abend hin begann die amerikanische Versteigerung der Bilder, die von den Viertklässlern der Steinerwaldschule Nordheim/Wattenheim gemalt worden waren. Vorwiegend die Eltern und Familienangehörigen ersteigerten die großen Bilder der Sprösslinge und sorgten so für Spendengeld, das am Ende dann wieder den Schülern und der Schule zugutekommen wird.

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