Biblis

Kommunalpolitik II Gemeindevertretung will „Coffee-to-go“-Becher im Mittelzentrum Ried auf den Weg bringen / Abwassergebühren bleiben unverändert

Kunstrasen erhält neues Granulat

Biblis.Die Einführung eines „Coffee-to-go“-Bechers, den die SPD angeregt hatte, wurde bis auf eine Nein-Stimme der Freien Liste Biblis mehrheitlich angenommen. Bürgermeister Felix Kusicka wird den Punkt bei der nächsten Sitzung des Mittelzentrums Ried ansprechen und darüber berichten, ob die Kommunen gemeinsame Sache machen.

Die Abwassergebühren, die laut Vorschlag auf drei Jahre festgelegt wurden, sind einstimmig angenommen worden. Sie werden gleichbleiben und sich nicht verändern. Für Schmutzwasser müssen die Bibliser 3,33 Euro für den Kubikmeter bezahlen, und 0,48 Euro pro Quadratmeter kostet das Niederschlagswasser. Ebenfalls einstimmig fiel die Entscheidung aus, die Planungskosten für das Pumpwerk Süd (alte Kläranlage) in Höhe von rund 50 000 Euro zu bezahlen, damit zügig mit den Umbauarbeiten angefangen werden kann.

Eine etwas längere Diskussion gab es zum Austausch des Granulats auf dem Kunstrasen. Dass man darum nicht herumkommt, wenn man den Platz noch länger nutzen will, war allen klar. Es ging eher um die Grundsatzentscheidung: Kunstrasen oder nicht. „Wir werden dem Austausch zustimmen, aber nur mit der Faust in der Tasche“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Michael Platz. Rein aus ökologischen und ökonomischen Gründen würde er einen erneuten Kunstrasen nicht mehr befürworten. „Damals wurde er uns schöngeredet. Aber ein solcher Platz gibt tonnenweise Mikroplastik in die Umgebung ab, und wir lassen unsere Kinder darauf Sport machen“, meinte er kopfschüttelnd.

Auch die SPD gab ihre Zustimmung, „in der Hoffnung, dass der Platz noch weitere acht Jahre hält“, so Ewald Gleich. Bürgermeister Felix Kusicka merkte an, dass es der einzige Platz im Winter mit Flutlicht ist. Wobei in Nordheim gerade zwei Masten umgedreht wurden, um etwas Licht auf dem Nebenplatz zu haben.

Der Waldwirtschaftsplan, der Hebesatz für 2019 sowie die Fortschreibung des Flächennutzungsplans bis 2030 wurden ebenfalls verabschiedet. Zuvor hatte Kusicka noch die SPD-Anfrage zur Kiesgrube in Wattenheim beantwortet. Dort ist wieder ein Teil des Geländes als Badestrand in Betrieb, was so nicht genehmigt war. Die gesamte Fläche, die jetzt Badestrand ist, sollte begrünt – und dies vom Regierungspräsidium dokumentiert sowie regelmäßig geprüft – werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler forderte, dass sich der Bürgermeister die Protokolle vom Regierungspräsidium zeigen lässt.

Die Sportheim-Gaststätte in Nordheim läuft seit Anfang November wieder unter der Leitung eines neuen Pächters. Und nachdem in diesem Jahr eine Jugendliche aus Gravelines ein Praktikum im Rathaus gemacht hat, soll der Austausch mit allen Partnerstädten mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung auf neue Füße gestellt werden, so der Bürgermeister. cid

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