Biblis

Bibliser Filminsel Im ausverkauften Kino feiern Carmela de Feo und ihr Publikum vergnügliche Weihnachten

La Signora schwingt den Nikolaussack

Biblis.Mit einem musizierenden, singenden, tanzenden und schlagfertigen Multitalent endeten für dieses Jahr die Kulturveranstaltungen in der Bibliser Filminsel. In der ausverkauften Veranstaltung präsentierte Carmela de Feo als „La Signora“ eine abgefahrene Weihnachtsshow der besonderen Art. Frei nach dem Motto „Wünsch dir was“ bezog sie ihr Publikum ebenso unerbittlich mit ein, wie sie Befragungen über Weihnachten an sich und in der Familie aufs komödiantische Korn nahm.

Stress unter der Tanne

Eindeutig kristallisierte sich heraus: „An Weihnachten möchte man am liebsten die Familie an die Wand klatschen.“ Böse Schwiegermütter inbegriffen. Unter der „HallelujaStaude“ – dem Tannenbaum – wird gestritten, was das Zeug hält. Bei diesem Stress wünscht sich so mancher „Alexa“, mit der „man so schön schweigen kann“.

Gerade noch nutzte sie das Publikum als Backround-Chor, schon wirbelte Carmela de Feo als tanzender „Dicker Klaus“ über die Bühne und erhielt dafür Zwischenapplaus. Während ihr überdimensionaler Nikolaussack als Wurfgeschoss zum Befüllen durch das Kino flog, stahl ihr Zuschauerin Ute kurzzeitig die Show. Sie hatte Liedzettel mit dem Text von „O Tannenbaum“ mitgebracht. Zur Gaudi des Publikums sang sie auf der Bühne mit. La Signora ließ mit unnachahmlicher Mimik zu „Wacka, wacka“ die Hüften kreisen und erklärte ihrem „Bossi“ im Himmel, dass Jungfrauen an die Macht gehörten, denn schließlich sei am Tag vor Nikolaus „Frauentag“.

Kaum waren die Zuschauer in der Pause zu Atem gekommen, mussten sie schon wieder ran. „Bruder Jakob“ sollte in drei Sprachen gleichzeitig als Kanon gesungen werden. Und es gab anrüchige Lachanfälle von La Signora beim Auspacken ihres Geschenkesacks. Unbeschreibliches landete dabei ebenso auf dem Plastiktannenbaum, wie sie treffend bemerkte: „Die Heiligen Drei Könige“ gingen damals einfach los und folgten einem Stern. Schließlich habe es ja noch kein Google-Maps gegeben.

Zum Finale wieder bei einer großen Familie unter dem Tannenbaum landend, trällerte sie „Haut endlich ab“ auf die Melodie von „Feliz navidad“. Mit ihren Ruhrgebiets-Genen und der A 40 in der Blutbahn, ließ sie es als urkomische „Ballerina“ und schwarzer Schwan im Tutu noch einmal zum rockigen „Gloria“ richtig krachen.

Die Zuschauer klatschten und waren begeistert von der mal etwas anrüchigen wie auch bezaubernden Entertainerin.

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