Biblis

KAB Betstunde in Groß-Rohrheim und anschließender Gang durch die Nacht erinnert an die letzten Stunden vor der Kreuzigung

Mit den Gedanken bei Jesus

Archivartikel

Biblis/Groß-Rohrheim.Intensiv setzten sich die Teilnehmer an der Betstunde zu Gründonnerstag sowie dem anschließenden meditativen „Gang durch die Nacht“ mit den letzten Stunden Jesus vor der Kreuzigung auseinander. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Biblis gestaltet diese impulsgebende Aktion seit vielen Jahren. Vor allem die gemeinsame Wanderung durch die Nacht, bei der die Gedanken bei Jesus und auch bei sich selbst sind, hat auf die Teilnehmer nachhaltige Wirkung.

Mit allen Sinnen dabei

Gemeinsam mit dem Jugendliturgiekreis hatte die KAB die Betstunde in der St. Theresia Kirche in Groß-Rohrheim organisiert. „Diese stand unter dem Motto ,Ich bin, weil du bist“, erklärte Friedel Berg von der KAB. Die Anwesenden kamen zur Ruhe und versuchten, das Leben mit allen Sinnen wahrzunehmen, das Gute wie das Schlechte.

Im Mittelpunkt der Betstunde stand das Hungertuch 2018, dessen verschiedene Teile beleuchtet wurden. Es ging um das Leben, das atmet, um Menschen und deren Ziele. Das Grün erinnere an Natur – dort könne man wieder durchatmen. Die Frage lautete hier: „Wie kann der Mensch zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen, zu sich und Gott finden?“ Ein anderes Element auf dem Tuch war ein Apfel, der dafür stand, das Leben zu kosten. Entsprechend wurde später ein Stück Apfel zum Fühlen, Riechen und Schmecken angeboten.

„Wir wollen mit Jesus nun wachen und beten“, luden die Veranstalter zum „Gang durch die Nacht“ ein. Friedel Berg freute sich, dass sich zehn Teilnehmer, – nach mehreren Absagen durch Krankheit – gemeinsam auf diesen Weg durch die Nacht für sich und Jesus machten. „Das Wetter passt, es ist fast Vollmond, sehr hell. Eine wundervolle Nacht zum Laufen“, fand Berg.

Der Weg führte die Teilnehmer diesmal von der katholischen Kirche in Groß-Rohrheim über den Radweg nach Klein-Rohrheim und in Richtung Maria Einsiedel. An mehreren Stationen wurde Halt gemacht, gebetet, gesungen, Impulse gegeben. Gesanglich stand „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ im Vordergrund.

Die Impulse bei den Stationen waren kombiniert mit dem Leben Jesus und aktuellen Aspekten, diesmal im Bezug auf Haltungen und Handlungen gegenüber dem, was in der Welt passiert. So wurde die Frage von Pilatus an Jesus „Was ist Wahrheit?“in Bezug gesetzt zu „Alternative Fakten“und der Frage: „Wie halte ich es mit der Wahrheit?“. Der Gewalt in der Welt setzten die Veranstalter entgegen, dass Jesus sich nicht abwendet, dass er Demütigung, Schläge und den Tod auf sich nimmt – um seinem Gott, sich selbst und seiner Botschaft treu zu bleiben.

Die Teilnehmer wurden erinnert an das Abendmahl, als Jesus Brot und Wein mit den Jüngern teilte. Dies wurde verbunden mit dem Gedanken, alles miteinander zu teilen: Hoffnung, Trauer, Angst und Freude. Füreinander zu Brot zu werden bedeute, sich gegenseitig zu stärken. Einander den Wein zu reichen stehe dafür, sich zusammen am Leben zu erfreuen. Schließlich nahmen sie Abschied von Jesus. Die Gruppe begab sich, oft lange Zeit schweigend, zurück zur Abschlussandacht in das Gemeindehaus St. Theresia.

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