Biblis

Betreuung 45 Kinder bei den Gutdrauf-Ferienspielen mit dabei / Purzelbäume für den Weltrekord gesammelt

Mit großen Sprüngen quer durch die Bibliser Riedhalle

Archivartikel

Biblis.Noah und Tim machen es gleich am ersten Tag vor: purzeln, purzeln, purzeln. Bei den Gutdrauf-Herbstferienspiele in Biblis steht diesmal die Vorwärtsrolle im Vordergrund. „Wir nehmen an der Aktion Purzelbäume für eine Weltumrundung teil“, so Gutdrauf Ferienspiel-Initiator und Leiter Werner Hartel. Innerhalb einer halben Stunde kullern die Kinder in der Riedhalle mehr als 400 Mal über die Matten.

Die bundesweite Aktion startete bereits im vergangenen Jahr. Für den Weltrekordversuch wird jede einzelne Vorwärtsrolle gezählt – von Kindern und von Erwachsenen. „Wir dachten noch, wir müssten die Kinder mehr motivieren und sie mit Gummibärchen bestechen, damit sie in Purzellaune kommen“, verriet Werner Hartel. Doch Bestechung war gar nicht nötig. Die Jungen und Mädchen machten mit Begeisterung mit. Einige kleine Turner schauten zwar noch skeptisch und erzählten, dass sie nicht so gut im Rollen schlagen seien, aber bis Ende der Woche wird sich vermutlich jedes Kind mal trauen.

Hüpfburgen und Kletterwand

Noah und Tim purzelten sich schon am ersten Tag der Ferienspiele schwindelig. Mal ging es vorwärts bis zum Ende der Matte, dann machten die beiden sogar Purzelbäume rückwärts. Währenddessen zählten die Betreuer jede Umdrehung, eine Schautafel zeigte die neusten Zahlen an. „Wenn es so weiter geht, dann bekommen wir täglich sicherlich um die 1000 Purzelbäume hin“, freute sich Werner Hartel.

Es gibt immer etwas Neues bei den Herbstferienspiele zu entdecken, die mittlerweile zum elften Mal in Biblis stattfinden. Die Leitung hat die Sportjugend Bergstraße mit Unterstützung der Sportjugend Hessen und dem Einradzirkus des Bibliser Radfahrervereins. Langweilig wird es den Kindern nie. „Außerdem stellt uns die TG Biblis ihre Airtrack-Bahn zur Verfügung“, berichtete Hartel. Das Airtrack ist ein großes Luftkissen, sozusagen eine mit Luft befüllte Hüpfmatte. Zudem stehen Fahrgeräte, Spielsachen und vor allem Hüpfburgen und eine aufblasbare Kletterwand bereit. Alles Dinge, die man im Alltag selten nutzen kann – für die Kinder macht das die große Faszination der Ferienspiele aus, wissen die Veranstalter.

Marie und Elisa entschieden sich erneut für die „Sieben-Meilen-Stiefel“ – Hightech-Stelzen, mit denen man weit und hoch springen kann. „Wir haben sie schon beim letzten Mal ausprobiert und können inzwischen sogar schon mit den Sprungstelzen rennen“, berichteten die beiden stolz. Bei jeder Ferienspielaktion nutzen sie die Möglichkeit, sich mit den Sportgeräten vertraut zu machen und werden immer besser.

Später wollten die zwei Mädchen noch die restlichen Angebote ausprobieren, Lust auf die Kreativecke hatten sie auch. Dort standen Kürbisse zum Basteln bereit und auch Kastanien gab es in Hülle und Fülle. Zehn Betreuer kümmern sich um die Kinder, darunter auch ausgebildete Zirkusakrobaten. „Auch vier Nachwuchsbetreuer machen mit – Jugendliche, die früher selbst gern bei den Ferienspielen dabei waren und jetzt mithelfen“, erzählte Werner Hartel.

Für das Ganztagesangebot mit Mittagessen haben sich 45 Kinder angemeldet. Sie können alles in der Riedhalle ausprobieren. Und wer möchte, kann an der großen Abschlussfeier teilnehmen.

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