Biblis

Freizeit Jede Menge Abwechslung für Kinder bei den Ferienspielen in der Bibliser Riedhalle

Mit Siebenmeilenstiefeln ganz große Sprünge machen

Biblis.„Das ist gar nicht so einfach, wie es am Anfang aussah“, fand Elisa und stellte einen „Siebenmeilenstiefel“ vor den anderen. Gemeinsam mit Marie probierte sie diese speziellen Stelzen aus, mit denen man richtige große Sprünge machen kann – mit etwas Übung. Die beiden trainierten zuerst mal das Geradeausgehen. „Heute sogar das erste Mal, ohne dass mich jemand an der Hand festhalten muss“, berichtete Marie stolz. Die zwei Mädchen gehören zu den Teilnehmern der Ferienspiele „Gut drauf!“ in Biblis.

Sie werden unter der Leitung der Sportjugend Bergstraße, unterstützt durch die Gemeinde Biblis, der Sportjugend Hessen und dem Einrad Zirkus vom Radfahrer-Verein Biblis in der Riedhalle angeboten. Ein seit Jahren erprobtes Konzept bestehend aus Bewegung, Sportangeboten, Ruheraum, kreativen Aktionen, gesundem Essen, Akrobatik, Hüpfburgen und vielen Gerätschaften, welche die Kinder nicht daheim haben. So wie die Sprungstelzen.

„Ich war bei den letzten Ferienspielen schon dabei und habe die Stelzen damals ausprobiert. Und diesmal geht es schon richtig toll mit dem freien Laufen, ohne festgehalten zu werden“, erzählte Marie. Elisa dagegen stand das erste Mal auf den „Sieben-Meilen-Stiefeln “ und hielt sich noch ab und zu fest, auch ganz alleine ging es manchmal schon voran. „Immer weiterlaufen, nicht stehen bleiben, sonst kippt man um“, erklärte Elisa. Diese Erfahrung habe sie am Vormittag schon ein paar Mal gemacht. Langsam gewöhne sie sich an die Stelzen und könne sie immer besser kontrollieren.

Als Nächstes visierten die Mädchen die Laufbälle an, große, feste Kugeln, auf denen man laufen kann. Dafür muss man aber erstmal draufkommen und sich dann mit kleinen tippelnden Fußbewegungen fortbewegen, um den Ball unter dem Körper in Balance zu halten. „Wir probieren das auf jeden Fall aus“, meinten die beiden. Und damit es auch gut klappt und sie gezeigt bekommen, wie das am besten funktioniert, hatte Organisator Werner Hartel wieder viele Betreuer um sich geschart, die in vielfältigen Bereichen ausgebildet sind.

Hoch im Kurs stehen bei den Kindern die Akrobatik-Betreuer. „Wir sind elf Teamer“, so Hartel. Die Betreuer schauen nach den Kindern, spielen mit ihnen, geben ihnen bei Bedarf Anleitung und Hilfe. Doch das Konzept der Ferienspiele sieht vor, dass sich die Kinder bei der Vielzahl von Angeboten alleine beschäftigen. Sich aussuchen, was sie machen möchten, Dinge ausprobieren, es wird kein festes Programm vorgegeben. Natürlich gibt es Regeln für das Beisammensein in der Riedhalle, doch ansonsten können sich die Jungen und Mädchen ihren Tagesablauf frei gestalten.

Den ganzen Tag betreut

Die Ferienspiele werden als Ganztagesbetreuung mit Mittagessen angeboten. Täglich werden im Durchschnitt vierzig Kinder betreut.

„Ich fahre am liebsten Waveboard“, meinte Tim. Dieses spezielle Skateboard habe er nicht daheim, es mache „voll Spaß“, damit durch die Halle zu düsen. „Die blaue Hüpfburg ist auch super“, verriet Tim. Da könne man springen und rutschen. Eine weitere Hüpfburg kann als Kletterwand genutzt werden, eine dritte zum Hüpfen und Fußballspielen. „Ganz begeistert sind die Kinder auch vom Becherstapeln, daher haben wir 1000 bunte Becher angeschafft, damit die Türme noch höher werden“, so Werner Hartel.

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