Biblis

Jubiläum Kleiderkammer des DRK Biblis besteht seit 25 Jahren / Vertreter aus der Politik und dem Sozialverband gratulieren

Modestübchen-Team feiert

Archivartikel

Biblis.Lobend sprachen sich die Gäste bei der kleinen Feier im Modestübchen des Deutschen Roten Kreuz Biblis aus, das sein 25-jähriges Bestehen feierte. Die Kleiderkammer wurde am 1. April 1994 eröffnet und war lange die einzige in der Region. „Kein Aprilscherz, sondern eine dauerhafte Institution“, betonte Adelheid Schultheiß vom DRK, die mit weiteren Helfern die Idee in Biblis verwirklicht hat.

„Wir können gar nicht aufwiegen, was hier von euch geleistet wird“, sagte Hans-Michael Platz, Vorsitzender des Bibliser DRK. Er hofft, dass die treibenden Kräfte hinter dem Modestübchen noch lange mit Elan dabei bleiben und sich engagierte Nachfolger finden, damit diese wertvolle Institution noch lange in Biblis erhalten bleiben kann. Dem stimmten auch die übrigen Festredner zu, unter ihnen Sabine Ohlemüller, DRK-Kreisgeschäftsführerin, Rita Schramm, Vorsitzende des Gemeindevorstandes und in Vertretung der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz sowie Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender des DRK Biblis, Felix Kusicka. Dieser sieht im Modestübchen einen wichtigen Bestandteil der Kommune und darüber hinaus, denn hier kämen viele Menschen vorbei, die in Notfällen oder aus finanziellen Gründen guterhaltene Kleidung benötigen.

Verstaubtes Image abgelegt

„Erfolgreich war der Wandel von der ‚verstaubt‘ klingenden Kleiderkammer mit dem Vorurteil der ‚abgelegten Sachen vom Opa‘ hin zum modebewussten Modestübchen, mit modernen Textilien, bei denen für alle etwas dabei ist“, fand Kusicka. Adelheid Schultheiß bestätigte, dass die Namensänderung sich positiv ausgewirkt habe, da für viele die Hemmschwelle niedriger geworden sei, sich Hilfe zu holen.

Schultheiß ließ kurz die Geschichte des Modestübchens Revue passieren und resümierte: „In 25 Jahren Second-Hand-Modestübchen des DRK Biblis wurden etwa 59 000 Teile Bekleidung, Schuhe, Taschen, Koffer, Tisch- und Bettwäsche sowie sonstige Textilien und Geschirr an circa 9400 Personen ausgegeben. Zusätzlich stellte das Team über 10 000 Teile an Bekleidung für Hilfslieferungen ins Ausland zur Verfügung.“

Die Ehrenamtlichen haben in den 25 Jahren rund 8500 Stunden in das Modestübchen investiert, vermutlich noch mehr. Aus dem damaligen Gründerteam sind neben Schultheiß noch Maria Friedrich, Silke Wetzel sowie Karl-Heinz Schultheiß aktiv. Ergänzt wird die Gruppe von den engagierten Helfern Barbara Jakob, Wally Schenk, Pia Papp und Tanja Reiling. „Nur gemeinsam ist das alles zu schaffen“, betonte Schultheiß.

Bei dem Empfang wurden ältere Bilder aus Modestübchenzeiten aufgehängt. Weiterhin wurde Rosi Wolf für ihre 100. Blutspende eine silberne Uhr mit Namensgravur vom Blutspendedienst überreicht.

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