Biblis

Gottesdienst Kinder feiern in Wattenheim

Müttern an allen Tagen helfen

Wattenheim.„Ich habe ein Rätsel: Wer tröstet euch, wenn es euch schlecht geht? Wer räumt eure Sachen auf? Wer sorgt für euer Essen?“, fragte Ursula Wenz bei der Wort-Gottes-Feier in der St. Christophorus Kirche in Wattenheim die Kinder. Die wussten die Antwort sofort: „Die Mama“. Zu Muttertag gestaltete Ursula Wenz gemeinsam mit Christel Bedford und dem Trio „himmelwärts“ einen schönen Wohlfühl-Familiengottesdienst mit vielen Impulsen, toller Musik und Lachen. Jede Frau bekam zudem eine Rose geschenkt.

„Gott kann nicht überall sein, deshalb schuf er die Mütter“, sprach Ursula Wenz weiter und betonte, dass die Mütter nicht nur an Muttertag gefeiert werden sollten. „Muttertag ist an jedem Tag“, fand sie. Seiner Mutter danken, helfen, ihr etwas Gutes tun, könne man immer, dafür brauche man keinen speziellen Anlass.

Drei Augen und sechs Hände

Dass Mütter keine Standardmodelle von Gott seien, dies brachte Christel Bedford den Kindern durch eine Geschichte näher. „Mütter müssen Nerven wie Drahtseile haben, einen breiten Rücken, um alles tragen zu können, was man bei ihnen ablädt, sie müssen alles heilen können und sollten am besten drei Augen und sechs Hände haben“, las Bedford vor. „Aber die ist ja undicht“, rief in der Geschichte ein Engel und fand eine Träne auf der Wange der Modell-Mutter. Dies sei das Überlaufventil mit Tränen für Freude, Trauer, Schmerz und Glück, erklärte Gott daraufhin.

Gegenstände zeigen Aufgaben

Kindgerecht machten Wenz und Bedford den Kindern klar, wie viel ihre Mütter für sie jeden Tag leisten. Die Jungen und Mädchen durften nach vorne kommen und einzelne Gegenstände aus einem Korb hochhalten. „Wer kocht denn bei euch daheim?“, fragt Bedford Leon, der einen Kochtopf in der Hand hielt. „Mama“, war seine Antwort. Ein anderes Kind streckte ein Bügeleisen hervor, wieder ein anderes ein Pflaster für Wunden, eine Hose als Symbol für Waschen, eine Einkaufstasche oder eine Brotdose für das Pausenbrot.

All diese Gegenstände wurden in einen Sack gelegt und dann hielt Leon diesen hoch. „Ganz schön schwer“, fand er. „Wer könnte dir denn jetzt tragen helfen?“, wurde er gefragt und prompt sagte er: „Mama“.

Doch diesmal wollte Christel Bedford, dass die Kinder um ihn herum mithelfen, dass sie fühlen, wie schwer es die Mama manchmal hat und dass sie durch ihre Unterstützung den „schweren Sack an Aufgaben“ etwas leichter machen können. „Vielleicht kennt ihr den Spruch, der steht auch in der Bibel: Einer trage des anderen Last. Das heißt, einer soll dem anderen helfen“, erklärte Ursula Wenz und motivierte die Kinder zum Abschluss noch einmal: „Helft der Mama nicht nur an Muttertag!“ str

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