Biblis

Feste Seit einem Jahr keine Nachfolgerin in Sicht

Nordheim sucht Mutter oder Vater für die Kerwe

Archivartikel

Nordheim.Nordheim sucht nicht den Superstar, sondern einen neuen Kerwevadder oder eine Kerwemudder. Gut zehn Jahre lang kletterte Silke Folz als Nordheimer Kerwemudder auf die Leiter und hielt die Kerwetradition im Ort hoch. Bereits im Frühjahr 2017 kündigte sie an, in „Rente“ zugehen, machte bereits bei der vergangenen Kerwe Werbung für ihren Posten und sucht seitdem gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Nordheimer Vereine (ARGE) nach motivierten Nachfolgern.

„Bereits seit über einem Jahr suchen wir einen Nachfolger. Leider hat sich bis jetzt noch niemand gemeldet, der dieses Amt ab der Kerb übernehmen möchte“, bedauerte Folz. Die ARGE organisiert die Kerwe. Silke Folz ist auch in diesem Gremium Mitglied. „Es wäre sehr schade, wenn in der Geschichte der Nordheimer Kerb das erste Mal ohne Kerwemudder oder -vadder gefeiert werden müsste“,sagte Folz.

Viel Spaß, wenig Pflicht

Es habe zwar ein bis zwei Interessenten gegeben, aber konkret wurde daraus dann doch nichts. „Wichtig wäre uns vor allem, dass der Kerwesonntag samt Kerwerede und Kranzaufhängung abgedeckt wäre“, so Silke Folz. Alles außen rum – sei es die Kerwe auszugraben, das Kerweprogramm zu verkünden oder beim Kerwegottesdienst dabei zu sein – mache natürlich auch viel Spaß, sei aber keine Pflicht. Der Nachfolger müsse gar nicht während der gesamten Zeit präsent sein. „Es wäre natürlich schön, aber kein Muss, das kann dann jeder individuell handhaben“, erklärte Silke Folz. Der Fokus liege auf dem Kerwesonntag.

Unterstützung zugesagt

Dem Nachfolger oder der Nachfolgerin können sogar Kerwemädscher oder Borsch gestellt werden, wenn der Kandidat im eigenen Freundeskreis niemanden finde, der ihn im Amt begleitet. „Ein früheres Kerwemädsche von mir würde weitermachen, und ein Jugendlicher hat sich bei mir gemeldet, dass er gerne als Borsch dabei sein würde.

Natürlich stünde sie dem Nachfolger auch zur Seite und helfe mit, etwa bei der Kerwerede. Die alten Reden seien ja alle vorhanden, an diesen könne man sich auch in Sachen Aufteilung der Rede und Wendungen orientieren. Der Kerwekranz und was noch so dazu gehört, wird von der ARGE organisiert.

Mit Schärpe und Hut

„Auch gibt es einen Kerwerkarton, der von der Kerwemudder an die Nachfolgerin weitergereicht wird“, verriet Folz. Sie habe ihn damals von ihrer Vorgängerin Ricarda Pawlitschek bekommen. Darin sind liebgewonnene Erinnerungen und Accessoires. Kerwehut und Schärpen gehen ebenfalls auf den Nächsten über. „Wir hoffen sehr, dass wir noch jemanden für diesen Posten finden“, so Silke Folz.

Die Kerwe in Nordheim findet traditionell immer Ende September statt. (Bild: Archiv)

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional