Biblis

Bauausschuss Gemeinde Biblis will Aufträge vergeben

Pumpwerk Süd soll schnell ersetzt werden

Archivartikel

Biblis.Biblis hat das Thema Ersatzbauwerk für das Pumpwerk Süd/alte Kläranlage schon seit Jahren immer wieder vor sich hergeschoben. Doch jetzt, nachdem der Beitritt zum Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) im Raum steht, ist es dringend notwendig, etwas zu unternehmen. Der Bau-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss empfahl in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, die bisherigen Planungsleistungen in Höhe von rund 50 000 Euro zu genehmigen.

„Wir haben im Zuge des Zusammenschlusses die KMB gebeten, fachtechnische Angebote für die Bauwerksleistungen und die Elektrotechnik einzuholen. Die liegen uns jetzt vor“, erläuterte Bürgermeister Felix Kusicka. Insgesamt müssen 1,5 Millionen Euro investiert werden: Der Hauptposten beläuft sich auf rund 930 000 Euro, dazu kommen noch circa 600 000 Euro für das Regenrückhaltebecken.

„Wenn die Angebote bald bearbeitet werden, sparen wir dadurch etwa acht bis zwölf Wochen ein. Es muss so schnell wie möglich investiert werden“, betonte der Bürgermeister. SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fielder tröstete sich damit, dass der Preis für das Abwasser bis 2021 gehalten werden könne. „Er ist jetzt schon sehr hoch, aber er kann auch nicht weiter steigen“, befand er. Sowohl CDU als auch die Freie Liste Biblis sahen das genauso.

Mit Fachfirma beraten

Die weiteren Verklebungen des Granulats auf dem Kunstrasenplatz konnten auch durch das Aufbringen von Quarzsand nur kurzfristig verhindert werden. Das teilte der Bürgermeister den Ausschuss-Mitgliedern mit. Deswegen soll es jetzt komplett ausgetauscht werden.

„Wir haben uns dazu mit einer Fachfirma aus Heppenheim beraten. Im schlimmsten Fall kann es mit der Verklumpung immer weiter gehen, und das Granulat könnte sogar mit den Kunstgrasfasern verkleben“, erklärte der Rathauschef. Empfohlen haben die Heppenheimer Experten ein Unternehmen aus Rüsselsheim, das den Austausch vornehmen könne.

Es gelte auch hier, schnellstmöglich zu handeln, denn die Verklebungen würden immer stärker. Der Spielbetrieb sei nach dem Austausch gleich wieder möglich. Auch Hans Michael Platz, Fraktionsvorsitzender für die CDU, drängte auf schnelles Handeln.

„Sonst kommen wir nicht auf eine Nutzungsdauer von 15 Jahren“, seufzte er. Und Platz betonte, er würde nicht wieder zustimmen, wenn es um einen neuen Kunstrasen gehe. Der Austausch wird voraussichtlich nur 62 000 Euro anstatt der bisher veranschlagten 70 000 Euro kosten. Die Entscheidung im Ausschuss fiel einstimmig.

Flächennutzungsplan in Arbeit

Die Verwaltung soll aktiv den Kontakt zu den Oberen Planungsbehörden bei der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Regierungspräsidium für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 suchen, so empfahl es der Ausschuss. Inzwischen sind etliche Daten zusammengetragen worden, woher die für die Gemeinde benötigten rund 18 Hektar für den Wohnungsbau kommen sollen. Das sind unter anderem Areale im Gewerbegebiet hinter der Bahnlinie, an der Brücklache und auch das Gebiet südlich der Ostpreußenstraße.

„Das würde aber sehr teuer werden, weil das direkt an die Bahnlinie grenzt, unter anderem für den Schallschutz“, erklärte Kusicka. Platz meinte: „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die sich uns bieten, um das Maximum in Biblis auszuschöpfen.“

Er signalisierte dies auch im Hinblick auf die fünf Fragestellungen für die Fraktionen, die die Verwaltung im September ausgegeben hatte. Darin ging es beispielsweise um die Meinung zu alten Bebauungsplänen, die aber nie realisiert wurden oder um die innerörtliche Verdichtung (wir berichteten). cid

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