Biblis

Hochwasserschutz Land Hessen investiert sechs Millionen Euro in vierten Bauabschnitt in Biblis / Größerer Aufwand durch alte Pfähle und Öltanks im Untergrund

Radeln über den neuen Deichverteidigungsweg

Biblis.Die Sanierung der Hessischen Weschnitzdeiche ist abgeschlossen: Die Bauarbeiten am letzten Abschnitt sind beendet. Das teilt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als für den Wasserbau zuständige Landesbehörde mit. In den vergangenen gut anderthalb Jahren sind entlang des Steiner Waldes der Deichverteidigungsweg neu gebaut, der landseitige Absatz am Rhein-Hauptdeich erhöht sowie eine Schließe neu errichtet worden. Die Standsicherheit des Weschnitzdeichs sowie die Zugänglichkeit des Rhein-Hauptdeichs im Falle eines Hochwassers wurden damit erheblich erhöht.

„Die Arbeiten liefen weitgehend nach Plan“, sagt Bauingenieurin Valérie Kohnen, die das Projekt beim RP leitete. „Die Hochwassersicherheit war über die ganze Bauzeit gewährleistet.“ Es habe jedoch einen Mehraufwand gegeben – unter anderem aufgrund zuvor unbekannter Hindernisse wie alter Pfähle und Öltanks im Untergrund. Die Investitionen des Landes Hessen, also die Kosten für die Planung und den Bau für den vierten und letzten Abschnitt der Weschnitzdeich-Sanierung betrugen rund sechs Millionen Euro.

Die Weschnitzdeiche dienen dem Schutz vor rückstaubedingten Auswirkungen von Rheinhochwässern. Im Mündungsbereich der Weschnitz sind die Deiche Bestandteil des Rhein-Hauptdeichs und dienen somit dem unmittelbaren Schutz vor Rheinhochwässern. In dem potenziell von Hochwasser betroffenen Gebiet, das durch die Landes-Deiche geschützt wird, leben rund zehn Prozent der hessischen Bevölkerung.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten am Weschnitzdeich kann der dort in den vergangenen Monaten runderneuerte Deichverteidigungsweg nun wieder befahren werden. Darauf weist das RP außerdem hin. Während der gesamten Dauer der Arbeiten waren das Baufeld sowie der hessische Radfernweg R6 zwischen dem Fährhaus und der Schließe/Pumpwerk Augieß gesperrt.

Die Radweg-Umleitung wurde bereits aufgehoben, so dass die Radfahrer den erneuerten Deichverteidigungsweg wieder befahren können. Der historische Nordheimer Fährhausturm und die Wege zum Steinerwald sind ebenfalls wieder frei zugänglich. Das gilt aber nicht für motorisierte Fahrzeuge: Dies ist nur den Beschäftigten der RP-Deichmeisterei im Rahmen ihrer Arbeit erlaubt. Denn diese müssen den Deich regelmäßig pflegen. Daher bittet das RP Radfahrer, beim Befahren des Deichverteidigungswegs auf dem Asphalt zu bleiben und insbesondere während der Arbeiten, wie dem Mähen der Böschungen und Kontrollfahrten, auf die Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen und die Hinweis-Schilder zu beachten. „Dies ist auch im Interesse der Radelnden, um sich selbst keinen Gefahren auszusetzen“, teilt das Regierungspräsidium Darmstadt mit. red

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