Biblis

Pferdesport I Turnier auf dem Reit- und Fahrsportgelände Jägerhof in Biblis / Sportliche Hochleistungen und lustiger Abend

Regen bringt Kutschen ins Rutschen

Biblis.Nach drei Tagen Spitzensport gingen gestern auf dem Reit- und Fahrsportgelände Jägerhof die hessischen Meisterschaften der Vierspänner mit Pferden und Ponys zu Ende. Es gab internationale Prüfungen. Außerdem kämpften die Gespanne in Prüfungen bis Klasse S um Siege bei Dressur, Marathon und Hindernisfahren.

Zudem fand ein Sichtungsturnier für die Weltmeisterschaften der Zweispänner-Pferde statt. Dazu war Mitfavorit Christoph Sandmann nicht angetreten. Der deutsche Vizemeister hatte jedoch Tochter Anna geschickt. Mit zwei Gespannen beim Marathon am Start belegte sie hinter Carola Stater-Diener den zweiten und dritten Platz und verwies den mehrfachen deutschen Meister Sascha Warneck auf Platz vier.

Bei Anfahrt umgekippt

Regnerisches Wetter hatte Turnierleiter Sascha Jäger und seine etwa 40 Helfer vor große Herausforderungen gestellt. Um Pferde und Sportler nicht in Gefahr zu bringen, wurde auf die enge, anspruchsvolle Fahrt über den "Jakobsbuckel" verzichtet. Trotzdem erwischte es den hessischen Nachwuchsfahrer Sven Böcking gleich am ersten Hindernis. Bei seiner etwas zu zügigen Anfahrt kippte seine Kutsche um. Er wurde disqualifiziert.

Als kleinen Trost bekam er bei der abendlichen Siegerehrung, die in der schön dekorierten Kutscherremise im Beisein vom Landeskutschenbeauftragten Wolfgang Bentschus stattfand, einen Trostpreis überreicht. In die Remise hatte der Veranstalter auch Sportler und Zuschauer zu einem bunten Abend eingeladen. Moderiert wurde der Abend von Sprecher William Slather, der die Zuschauer auch während der Prüfungen fachmännisch informierte. Sascha Jäger übergab nicht nur die Preise, sondern genoss nach anstrengenden Turniertagen mit den etwa 400 Gästen den Auftritt der Band "Sound", die mit "Everytime I See You" den Abend eröffnete. Aber auch Sängerin Vivian Hey und Schlagersänger Patrick Hummel unterhielten das Publikum mit bekannten Melodien.

Travestiekünstler Thomas Rau nahm in Glitzerrobe und unter viel Schminke als "Olga Orange" sich selbst auf die Schippe und verschonte auch die Gäste in den ersten Reihen nicht. Olga trieb nicht nur Franz Jäger die Lachtränen in die Augen, sondern verursachte so manchen übermütigen Schenkelklopfer.

"Dummfrager" in Aktion

Berechtigte Zweifel an der Erfüllung des Bildungsauftrages kamen beim Auftritt des "FFH-Dummfragers" Boris Meinzer auf. Der hessische "Schnellbabbler" brachte das Publikum mit Gags und äußerst seltsamen Antworten auf vermeintlich einfache Fragen zum Wiehern.

Zur Gaudi des Publikums fuhren die befragten Probanden nach "Costa Cordalis" und gaben tatsächlich 30 Promille als Grenze zum Erreichen der Fahrtüchtigkeit an.

Nach Boris Meinzers Meinung ist die beste Suchmaschine immer noch die eigene Mutter und nicht etwa "Google". Das Wort Monotonie bekam dagegen bei der Frage nach der Einehe eine ganz neue Bedeutung. Sascha Jäger und seine Helfer, die von der Reit- und Fahrvereinigung Viernheimer Gilde sowie dem Reit- und Fahrverein Nordheim-Wattenheim Unterstützung erhalten hatten, freuten sich über den guten und unfallfreien Verlauf der ersten beiden Turniertage.

So konnten alle beim bunten Abend fröhlich feiern, bei dem die bunten Lichtstrahlen einer Lasershow für einen weiteren Programmhöhpunkt und viele Hingucker sorgten.

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