Biblis

Westernturnier Bibliser Reit- und Fahrverein freut sich über Rekordbeteiligung / Pferde nehmen es gelassen

Reiter schwingen das Lasso

Archivartikel

Biblis.Beim C-Turnier der Westernreiter Union Deutschland im Stadion des Reit- und Fahrvereins Biblis (Ruf) herrschte eine völlig andere Atmosphäre als bei einem Springturnier. Jetzt beherrschten Arbeitspferde das Geschehen. Aber auch darunter befanden sich ein paar „Diven“ wie Turnierleiter Martin Peters bemerkte.

Doch die Pferde der Westernreiter zeichneten sich überwiegend durch große Gelassenheit und Zuverlässigkeit aus. Sie wirkten fast träge, als sie in den 26 Turnierboxen standen, die der Veranstalter zur Verfügung gestellt hatte. Andere genossen die Sonne in einem der zwölf provisorisch errichteten Paddocks, die zwischen Wohnwagen, Wohnmobilen und Pferdeanhängern aufgestellt waren.

Aber auch das Aussehen der Reiter hatte sich komplett verändert. Westernhüte, Lassos und Hunde bestimmten das Bild. Statt Glitzer und Glamour von Rössern und Reitern, stachen Karohemden und gewebte Satteldecken in herrlichen Mustern hervor.

25 Jugendliche dabei

170 Nennungen waren bei Meldestellenleiterin Ilonka Ruppert eingegangen. „Das sind 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, und es sind etwa 25 Jugendliche dabei“, stellte sie zufrieden fest. Deshalb musste kurzfristig eine weitere Richterin gefunden werden.

Neben Nicolas Bitsch übernahm Monika Aeckerle, die teilweise parallel stattfindenden Prüfungen in der Halle und im Freien. Als Parcours-Chef sorgte Michael Mildau für faire Bedingungen. Sprecherin Heike Homburg informierte Teilnehmer und Zuschauer. Dazu stand Saskia Mühlum, Landesmeisterin von 2014, RuF-Vereinschef Martin Peters mit ihrem umfangreichen Fachwisssen zur Seite.

Neben Prüfungen der Führzügelklasse für Kinder von vier bis zehn Jahren konnten sich Jugendliche und Fortgeschrittene im Horsemanship, Western Pleasure, Trail, Horse and Dog Trail, Greenhorse Trail für Pferde von vier bis sechs Jahren, Ranch Riding, Ranch Trail, Showmansship und dem spektakulär aussehenden Reining messen. Zudem wurden Mannschaftswettbewerbe in fünf unterschiedlichen Kategorien ausgetragen.

In der Prüfung 1A – Western Horsemanship – die einer Dressurprüfung ähnlich ist – gewann Christina Münster auf Burnin The Rail vor Heike Trautwein, die Nonchalant gesattelt hatte.

Einen besonderen Sieg heimste zudem Mariam Haas auf Notting’s Nebrasco ein. In der LK 2 sen. Superhorse, in der Teilelemente aus verschiedenen Prüfungen geritten werden müssen und bei der nur erfahrene Pferde ab sieben Jahre zum Einsatz kommen, siegte sie vor Daniela Rix auf Cheyenne.

Während im Hintergrund leise Countrymusik die kurzen Pausen musikalisch untermalten und die etwa 50 Vereinshelfer sich in bekannter Art und Weise auch kulinarisch um Zuschauer und Reiter sorgten, knabberte auch so manches Pferd da schon wieder zufrieden an seiner Belohnungs-Karotte.

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