Biblis

Feuerwehr Jugend nimmt an Großalarmübung teil

„Riedschikane“ probt Ernstfall

Archivartikel

Biblis.Für Jugendfeuerwehrleute gehören Großalarmübungen zum Höhepunkt im Jahr. Statt grauer Theorie dürfen sie wie aktive Einsatzkräfte ihr Können bei einer Übung unter Beweis stellen. Wenn sie dazu noch mit Kameraden anderer Wehren zusammenarbeiten, dann ist dies eine für die Zukunft wichtige Grundlage. Dazu hatten sie jetzt Gelegenheit.

Die Jugendfeuerwehrkräfte aus Biblis, Bürstadt, Wattenheim, Nordheim, Bobstadt und Riedrode, die sich beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2014 zur „Riedschikane“ zusammengeschlossen hatten, wurden zum vermeintlichen Einsatz in die Riedhalle gerufen. „In der Heizungsanlage hat es eine Verpuffung gegeben“, erklärte Einsatzleiter Christian Durrer.

Dichter Qualm drang aus dem Gebäude, die Brandschützer vermuteten Verletzte darin. Denn in der Halle hatte eine Schnitzeljagd mit vielen Teilnehmern stattgefunden. Schnell rückten die Einsatzkräfte mit Löschfahrzeugen, Materialwagen und zusätzlichen Mannschaftstransportfahrzeugen an. Unter den wachsamen Augen von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller rollten sie in Windeseile Schläuche aus. Bezirksjugendwartin Sabrina Kern vom Löschbezirk IV sah, wie diese an Unterflurhydranten und Saugbrunnen zur Wasserentnahme angeschlossen wurden.

Panische Frau beruhigt

Die Mannschaft aus Bobstadt rückte zur Menschenrettung aus. Schon bald brachten die Retter eine weibliche Person ins Freie. „Da drin sind meine Leute, ich muss wieder rein. Will nicht jemand etwas tun?“, fragte sie panisch. Viel Geduld war nötig, die Komparsin an die Rettungskräfte des DRK Biblis zu übergeben. Auf diese richtete sich das Augenmerk von DRK-Bezirksleiter Karl-Heinz Schultheiß, der die Großalarmübung mit Bürstadts Stadtbrandinspektor Uwe Schwara, Erstem Stadtrat Walter Wiedemann und Bürgermeister Felix Kusicka aus Biblis beobachtete.

„Wir haben bis zu sieben Nebelmaschinen in der Halle eingesetzt“, erklärte Bobstadts Jugendwart Christian Ludwig. Diese schränkten die Sicht stark ein. „Die Jugendlichen lernen zusammenzuarbeiten und die Aufgaben gemeinsam zu lösen. Außerdem lernen sie sich dabei besser kennen“, machte Kreisbrandinspektor Müller deutlich. Fell

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