Biblis

Kommunalpolitik Ortsbeirat Nordheim hat einen neuen stellvertretenden Vorsteher

Rothenhäuser einstimmig gewählt

Archivartikel

Nordheim.Gerhard Rothenhäuser (SPD) ist der neue stellvertretende Ortsvorsteher in Nordheim. Die Wahl fiel einstimmig aus. Sein Vorgänger Reimund Paul hatte wegen Krankheit das Amt niedergelegt.

Die CDU brachte den Antrag vor, dem Verbindungsweg zwischen der neuen und der alten Nato-Straße einen eigenen Straßennamen zu geben. „Zum einen ist der Weg sehr frequentiert, zum anderen wäre es im Hinblick auf die Navis sinnvoll, ihn offiziell zu bezeichnen“, so Bärbel Daunke. Da machte sich gleich das Publikum bemerkbar. Die Straße werde Herdweg genannt, hieß es. SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler stimmte dem zu: „Soweit ich mich zurückerinnern kann, wird er schon immer so genannt und ist zumindest bei den alten Nordheimern unter diesem Namen bekannt.“

Seiner Ansicht nach gehe der Namen auf die benachbarte Gewann zurück. Aber er ist nie offiziell eingetragen worden. Bürgermeister Felix Kusicka will sich mit dem Vorsitzenden des Vereins für Heimatgeschichte, Günter Mössinger, in Verbindung setzen und nachforschen, ob es einen Namen gebe. Dann könnte dieser eingetragen werden. Dem Vorschlag stimmten alle zu.

Kusicka gab noch eine Erklärung zum Vorwurf ab, dass die Gemeinde Erholungssuchenden den Zugang zum Rhein verwehren würde. Er schilderte die Situation, die ihn zum Handeln gezwungen habe. An einem der heißen Sommer-Wochenenden seien 60 bis 80 Fahrzeuge am Rhein gesichtet worden, viele davon mit auswärtigen Kennzeichen, aber auch aus der Umgebung. Obwohl die höchste Waldbrandgefahr ausgerufen war, hätten die Leute dort trotzdem Lagerfeuer gemacht und campiert.

„Eigentlich ist das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig, aber nachdem wir die Verordnung zur Gefahrenabwehr geändert haben, können wir von der Verwaltung eingreifen“, so der Bürgermeister. Er hat vor, dauerhaft eine Barriere zu errichten, damit künftig der Rhein nur noch fußläufig erreicht werden kann. Fahrzeuge sollen dann nicht mehr durchfahren können. „Es ist eine verzwickte Sach- und Rechtslage. Die Gespräche mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Mannheim müssen intensiviert werden.“

Kusicka bedankte sich bei der SG NoWa, dass sie die Nordheimer Grillhütte zur Verfügung gestellt hatte, nachdem die in Biblis wegen Waldbrandgefahr geschlossen werden musste. „Da konnten alle Buchungen doch noch stattfinden. Die Gemeinde wird sich erkenntlich zeigen.“ In Sachen Sportplatzgaststätte gibt es derzeit wieder Gespräche.

Ortsvorsteherin Renate Weissbrodt (SPD) schlug vor, dass der Fahrradständer vor dem Alten Rathaus zu dem anderen dahinter verlegt wird. „Der vorne wird nie genutzt, hinten aber fehlt einer.“ Fiedler bemängelte, dass es keinen Tütenspender für den Hundekot auf dem Radweg nach Wattenheim gebe. Dieser wäre dringend notwendig. Kusicka versprach, beiden Anliegen nachzukommen. cid

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