Biblis

Kommunalpolitik Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss tagt in Biblis / Bürgermeister berichtet, was während und wegen der Corona-Krise in Biblis passiert ist

Scheib: Habe bei mancher Öffnung Bauchschmerzen

Biblis.Bürgermeister Volker Scheib hatte bei der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Sozialausschusses seine „erste Live-Sendung“, wie er sich ausdrückte. Er hatte viele Mitteilungen zu machen, da durch und während der Corona-Krise einiges passiert ist. Zum einen sei das Rathaus inzwischen wieder fast voll besetzt, das Homeoffice für viele Mitarbeiter beendet. „In den Bereichen mit Besucherverkehr werden die Mitarbeiter besonders geschützt. Das Bürgerbüro hatte als erste Einrichtung wieder geöffnet“, verkündete Scheib.

„Bei manchen hab’ ich persönlich Bauchschmerzen mit der Wiedereröffnung“, sagte Scheib mit Blick auf die Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen. So zum Beispiel beim Gemeindezentrum oder auch beim Pfaffenaustadion, Vieles sei nicht leistbar, beispielsweise Fußballtraining mit Abstand oder Singstunden mit Masken. Vor allem sei auch eine entsprechende Desinfektion nicht zu leisten und unklar, wer das machen sollte. Scheibs Vorschlag war, mit der Öffnung beider Einrichtungen lieber bis 2. Juni zu warten. „Ich bitte um Verständnis, dass wir hier vielleicht von anderen Kommunen abweichen.“

Prioritäten bei Stadtentwicklung

Beim Stadtentwicklungskonzept arbeite die Gemeinde laut Scheib jetzt mit Prioritätslisten, die sie den Beteiligten zukommen lassen will. „Die Zuschüsse fließen nicht so wie gedacht“, bedauerte der Bürgermeister. Zum Beispiel werde unterschieden zwischen gemeindeeigenen Projekten und solchen, die vermietet werden können.

Seit Anfang April gibt es auch in Biblis nur eine Notbetreuung in der Kindertagesstätte, sie wird laut Scheib derzeit von etwa 50 Kindern in Anspruch genommen. Am 8. Juni soll der Regelbetrieb für alle Kinder wieder starten. Dann werde es auch wieder Schulkindbetreuung in Biblis geben.

Für April und Mai hat die Gemeinde den Eltern die Beiträge für die Kinderbetreuung gestundet. „Wir müssen jetzt in der Politik beraten, wie wir damit umgehen“, so der Bürgermeister. cid

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