Biblis

Ortsbeirat Nordheimer sprechen über Radweg, Friedhof und Sperrung der Nato-Straße

Scheib will einige Probleme am runden Tisch klären

Archivartikel

Nordheim.Zu einer echten Mammutsitzung hat sich der Ortsbeirat Nordheim in der Kultur- und Sporthalle getroffen. Viel größer als sonst war dabei das Interesse der Bevölkerung, wohl auch, weil es die erste Sitzung mit dem neuen Bürgermeister Volker Scheib war.

„Es gibt Dinge aus der Vergangenheit, die ich gerne aufarbeite. Und ich kann vielleicht neue Dinge mitnehmen“, meinte Scheib. Bei vielen strittigen Punkten schaltete er sich ein, weil er die Bürger an einen runden Tisch holen möchte. Das kam gut an. Die Koordination dafür will Scheib dem Ortsbeirat mit Ortsvorsteherin Renate Weissbrodt überlassen. Beispielsweise beim Thema Radweg zwischen Nordheim und Wattenheim. Dort gibt es häufig Ärger mit illegal durchfahrenden Autos. „Es ist nicht zu vergessen, dass dort ebenfalls die Straßenverkehrsordnung gilt. Aber es bringt niemandem etwas, wenn die von einer Behörde durchgesetzt wird. Wir wollen es auf einem anderen Weg versuchen, vielleicht mit Schildern arbeiten und auf gegenseitige Rücksicht setzen“, meinte der Bürgermeister.

Zum Dauerbrenner-Thema Friedhof präsentierte Scheib neue Ideen, denn er hatte sich im Vorfeld mit Pfarrer Arne Polzer unterhalten. Dort soll es vor allem ästhetische Optimierungen geben, zudem sei zu überlegen, wie die Bestattungskultur der Zukunft aussehe. „Es ist ein Ort der Begegnung, aber auch einer der Ruhe und Besinnung. Mein Vorschlag ist, je eine rote und eine grüne Bank aufzustellen. Die rote, wenn man alleine seinen Gedanken nachhängen möchte, und die grüne, wenn sich jemand dazusetzen darf“, schlug Scheib vor. Sein Vorschlag stieß auf Zustimmung.

Camper hinterlassen Dreck

Kontrovers wurde die Sperrung der Nato-Straße diskutiert. Zurzeit kann noch bis zum Rhein gefahren werden, aber nicht mehr bis zur Burg Stein. Von dieser Sperrung sind vor allem die Angler, der Verein für Heimatgeschichte sowie die Anwohner an der Route Richtung Rhein betroffen. Erschwerend komme hinzu, dass die Gemeinde kaum Befugnisse habe, weil das Gelände dem Wasser- und Schifffahrtsamt untersteht. Probleme machten zudem die zahlreichen wilden Camper – auch mit ihren Hinterlassenschaften. Die Überlegung ist nun, Parkbuchten zu markieren, damit das Ordnungsamt zumindest gegen unerlaubtes Parken vorgehen kann. An der Diskussion beteiligten sich auch Bürger. Scheib will darüber an einem Runden Tisch mit den Fachbehörden reden.

Scheib möchte sich außerdem dafür einsetzen, dass die Busse künftig wieder über Wattenheim und Nordheim nach Worms fahren. Er will Widerspruch gegen den Nahverkehrsplan des Kreises einlegen, auch wenn er wenig Hoffnung auf Erfolg habe. Abschließend teilte der Bürgermeister mit, dass die Deichsanierung abgeschlossen wurde und vergangene Woche eine offizielle Abnahme stattfand. cid

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