Biblis

Heimatgeschichte Nordheimer engagieren sich am Altrhein

Schiffsanleger wird gereinigt

Nordheim.Schon seit einigen Jahren engagiert sich der Verein für Heimatgeschichte Nordheim am Rheinufer. Jetzt mussten die Arbeiten aber wegen des Hochwassers unterbrochen werden.

Bereits vor zwei Jahren haben fleißige Mitglieder die Betonfundamente der Nordheimer Kriegsbrücke dokumentiert. Schlammablagerungen des Hochwassers können diesen nun nichts mehr anhaben.

In jüngster Zeit haben sich die Heimatkundler Kurt Althoff, Kurt Dinges und Günter Mössinger der alten Schiffsanlegestelle Nordheim zugewendet, die sich oberhalb der Gaststätte Rheinfähre befindet. Kohle, Baustoffe und die Zuckerrüben aus dem Ried wurden hier einst ver- und entladen. Noch um 1911 waren die Niederländer führend in der Zuckerverarbeitung. Mit Schubkarren und Körben verfrachteten die Landwirte des Rieds ihre Rüben hier auf die Schiffe.

Mühsam zerkleinerten die Heimatkundler quasi als ehrenamtliche Helfer des Wasser- und Schifffahrtsamtes Worms angeschwemmtes Treibholz und Geäst zum Verrotten. Die Wasserbauprofis gaben dabei manchen wertvollen Hinweis auf verschollene Ufertreppen und versunkene Schiffshalterungen.

In enger Zusammenarbeit mit Hanna Dornieden vom Landesamt für Denkmalpflege wurde jetzt mit der Reinigung der etwa 160 Jahre alten Schiffsanlegestelle begonnen. Sie ist eine der letzten nachweislichen Hafenanlagen dieses vermutlich 100 Meter langen Bautyps in Hessen. red

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