Biblis

Schlussstrich ziehen

Zum Baugebiet Helfrichsgärtel III in Biblis:

Ich habe den Artikel „Baugebiet auf der Kippe“ vom 24. Oktober zweimal lesen müssen, da ich zuerst nicht glauben konnte, was dort steht: „Die Grundstücke waren der MKM bei Vertragsabschluss bereits von der Gemeinde übertragen worden. Das Geld für die Grundstücke sollte immer dann fließen, wenn MKM wieder einen Bauherrn gefunden hat.“ Ein unglaublicher Vorgang. MKM ist Eigentümer der Grundstücke, ohne dafür bezahlt zu haben! Ohne Sicherheit und ohne erkennbaren Grund wurden die Eigentumsrechte abgetreten. Das ist mehr als grob fahrlässig und widerspricht der Pflicht des sorgsamen Umganges mit gemeindlichem Eigentum. Die offenen Forderungen nur hierfür betragen eine Million Euro! Geld, das der Gemeindekasse fehlt. Was das bedeutet, kann sich jeder selber ausmalen. Es wäre daher höchste Zeit, hier einen Schlussstrich zu ziehen und dann diese Misere aufzuarbeiten. Es bleibt die spannende Frage, wer diese Million nun hat. Die Bauherren haben ja Grundstück und Haus bei MKM bezahlt.

Chance auf Neuanfang

Widersprechen möchte ich der Überschrift „ Baugebiet auf der Kippe“. Jedes Ende bedeutet auch einen Neuanfang. Wenn die Gemeinde zu dem zuvor seit Jahrzehnten praktizierten erfolgreichen direkten Verkauf der Grundstücke an Bauwillige zurückkehrt, ist das Baugebiet in zwei Jahren fertig bebaut. Dann haben auch wieder Bibliser Bürger und junge Familien eine Chance, sich ihren Traum zu erfüllen.

Jeder kann sich hier das für ihn passende Haus errichten und mit Eigenleistungen auch Geld sparen. Das energetische Konzept, festgeschrieben im Bebauungsplan, kann ja beibehalten werden. Dafür benötigt man keinen Bauträger.

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