Biblis

Naturschutzverein Kinder auf kulinarischer Entdeckungsreise

Schmackhafte Wildkräuter

Archivartikel

Bilblis.Für manche ist es Unkraut, doch diese negative Bezeichnung haben Wildkräuter nicht verdient. Vielmehr sind sie besonders wichtig für Insekten und Tiere. Auch der Mensch kann von Wildkräutern profitieren, denn oft stecken in ihnen sogar heilsame Kräfte.

Die Nachwuchsgruppe „Die Naturstrolche“ des Vereins für Vogel-und Naturschutz Biblis beschäftige sich bei ihrem Treffen mit dem Thema Wildkräuter und stellte dort insbesondere die Brennnessel in den Fokus. „Zum einen ging es generell um Wildkräuter, die vor unserer Haustüre wachsen“, erklärte Markus Wolter, Vorsitzender des Vereins und Teil der Betreuer der Nachwuchsgruppe. Hierbei wurden den Kindern und Jugendlichen Wildkräuter wie Löwenzahn, Labkraut, Spitzwegerich, Günsel oder Taubnessel nähergebracht.

Ökologischer Nutzen

Gemeinsam sammelten die jungen Teilnehmer zudem zehn verschiedene Wildkräuter ein. „Danach hat uns Birgit Sacher, die Expertin in Sachen Wildkräuter ist und eine entsprechende Ausbildung gemacht hat, die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und den ökologischen Nutzen der einzelnen Pflanzen erklärt“, führte Wolter weiter aus. Wildkräuter bringen nicht nur Insekten und Tieren nutzen, sondern haben auch Heilkräfte und sind zum Verzehr geeignet. Für die Nachwuchsgruppe ging es daher mit dem Anfertigen und Verkosten von verschiedenen Wildkräuter-Limonaden weiter. „Das war zunächst einmal für die meisten von uns etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig“, gab Markus Wolter lächelnd zu. Richtig angesetzt, schmecke eine Limonade etwa mit Apfelsaft und Giersch oder ein mit Bananen, Mango, Orangen und Brennnesseln angesetzter Smoothy doch sehr schmackhaft. Hier käme es vor allem auf die richtige Mischung an. „Und wenn man mal die Scheu hinter sich lässt, schmecken solche Mixturen dann mitunter sehr gut, was unsere Tester bestätigen konnten“, so Wolter. Gesund seien die Wildkräuter nebenbei auch, da sie viele Vitamine und Mineralstoffe wie etwa Vitamin C und Eisen beinhalten – Stoffe, die der menschliche Körper benötige, führte Sacher aus.

Um die Pflanzen etwas besser im Gedächtnis zu behalten, wurde mit den Kindern und Jugendlichen noch ein Memory gespielt: Verschiedene Pflanzen, die unter Plastikbechern versteckt lagen, mussten aufgedeckt werden. „Da war sofort auch der Ehrgeiz gepackt, Pärchen zu finden, da natürlich niemand verlieren wollte“, schmunzelte Wolter. Am Ende ging es unentschieden aus, und alle waren zufrieden.

Die Kinder hatten während des Treffens viel Spaß und lernten nebenbei spielerisch und kulinarisch einiges über Wildkräuter. „Ein sehr großes Dankeschön geht an Birgit Sacher, die sich das Programm überlegt und kurzweilig durchgeführt hat“, sagte Markus Wolter. str

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