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Halloween Familie hatte mit ihren Freunden in Nordheim große gruselige Abschiedsaktion geplant / Event wird wegen Pandemie um ein Jahr verschoben

Schmitts sagen ihr schauriges Spektakel ab

Archivartikel

Nordheim.„Schon früh war für uns klar: Dieses Jahr werden wir kein Halloween feiern“, sagt Kay-Marion Schmitt. Seit gut 13 Jahren veranstaltet sie mit ihrer Familie und Freunden ein großes Halloween-Spektakel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Grundstück in Nordheim. Die Absage schmerzt sie umso mehr, da für dieses Jahr eine große Abschiedsaktion geplant war. „Wir wollten 2020 offiziell zum letzten Mal zu einem großen Halloweenabend bei uns einladen. Nun verschieben wir das auf 2021“, kündigt Schmitt an.

Die Scheune verwandelte sich sonst zum gruseligen Labyrinth und der Innenhof in einen Friedhof, auf dem Untote herumschlichen. Schaurige Gestalten erschreckten die Besucher. In diesem Jahr sieht alles „ganz normal“ aus. Denn Schmitts haben schon im Frühjahr entschieden, die Feier ausfallen zu lassen. Kay-Marion Schmitt ist selbst im medizinischen Bereich tätig. Ihre Entscheidung habe sie ohne zu zögern getroffen. „Bei uns ist es immer total voll. Viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene stehen eng beisammen, feiern und haben Spaß“, erinnert sich Schmitt an die vergangenen Jahre. Das Risiko ist ihr in der aktuellen Situation einfach zu groß. Sicherheit gehe jetzt vor.

Dabei hatte Kay-Marion Schmitt mit Familie und Freunden schon große Pläne. Die letzte Halloween-Party sollte es ein ganz besonderes Event werden. „Gemeinsam haben wir uns für das Thema ‚London‘ entschieden – Jack the Ripper eingeschlossen“, verrät sie.

Wie immer wollte die Familie den Hof und die Scheune entsprechend gestalten. Sogar Tanzgruppen sollten auftreten, und natürlich wären Familie Schmitt und Freunde als Untote unterwegs gewesen. Dies gehört mit zu den Höhepunkten des Halloween-Spektakels: Hinter Ecken und Nischen verstecken sich nicht nur Figuren und Schaufensterpuppen, sondern auch menschliche Gruselgestalten, die bei den Besuchern immer wieder für Gänsehaut gesorgt haben.

Gut 20 verkleidete und geschminkte Helfer waren immer im Einsatz. Die Veranstalter achteten darauf, für jedes Alter etwas zu bieten. Das Grusellabyrinth im vergangenen Jahr richtete sich an ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Hof gab es die Gruselvariante auch für jüngere Gäste. Ein bisschen gruseln sollten sich alle – aber ohne dass dabei Angst oder Alpträume entstehen. Das Herz blute ihnen allen, gibt Schmitt zu. Denn Halloween ist für die Familie eine echte Leidenschaft.

Mit viel Liebe zum Detail, schaurigen Ideen, tollen Kostümen und professionellen Attraktionen haben sie in den vergangenen Jahren ihr Halloween-Publikum begeistert. „Dieses Jahr ruht Halloween bei uns. Wir hoffen auf nächstes Jahr, dann wollen wir London und Jack the Ripper bei uns umsetzen und wieder für Gruselspaß sorgen“, sagt Kay-Marion Schmitt. 2021 soll sich ein letztes Mal der Vorhang für Geister, Mörder, Untote und für weitere Schockfiguren im Nordheimer Halloween- und Gruselkabinett öffnen.

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