Biblis

Vorstand Inge Gölz und Hans Seibert schauen optimistisch in die Zukunft des Traditionsvereins

Singen und Geselligkeit verbinden

Biblis.„Singen verbindet“ – so lautet bis heute das Motto des Gesangvereins Frohsinn Biblis. In diesem Jahr feiert der Verein sein 125-jähriges Bestehen. „Gerade das Gesellige nach den Proben fördert den Zusammenhalt und die Freundschaft“, sind sich die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden des Frohsinns, Inge Gölz und Hans Seibert, einig.

Beide gehören dem Verein seit Ende der 1980er Jahre als aktive Sänger an. Zu dieser Zeit öffnete sich der Verein, der damals noch ein reiner Männerchor war, und gründete 1989 einen Frauenchor. „Wir feiern in diesem Jahr auch das 30-jährige Bestehen dieser Gruppe“, freut sich Inge Gölz, die bereits seit 1990 im Vorstand des Vereins aktiv ist. Hans Seibert stieß 2010 zum Vorstand.

Die beiden Rentner sind sich sicher, dass der Verein noch lange bestehen wird. „Natürlich haben wir ebenso Nachwuchsprobleme wie andere Vereine“, wirft Seibert ein. Jedoch versuche man, mit vielen Aktionen neue Sangesfreunde zu gewinnen. „Vor allem durch den Frauenchor kamen neue Sängerinnen dazu“, berichtet Gölz stolz.

Den Chören des Frohsinns gehören 35 Sängerinnen und 20 Sänger an. Es proben der Männer- und der Frauenchor, außerdem gibt es einen gemischten Chor.

Der Männerchor kann, so Dirigent Herbert Ritzert, noch immer als reiner Männerchor auftreten, da die Tenorstimme mit elf Männern und der Bass mit neun Männern gut besetzt seien. Ritzert feiert ebenfalls ein kleines Jubiläum. Er dirigiert die Gruppen des Frohsinns seit zehn Jahren. Damit reiht er sich in die Liste der langjährigen Dirigenten beim Frohsinn ein. Diese Kontinuität schätzt der Frohsinn sehr. Der Frauenchor könne sich ebenfalls sehen lassen. Alle Stimmen seien ausgewogen besetzt. „Unsere Chorliteratur ist breitgefächert, von modern und traditionell bis hin zu festlicher Chormusik“, zählt Hans Seibert auf. Vorwiegend singen die Chöre in deutscher Sprache oder greifen auf deutsche Versionen von ausländischen Liedern zurück. „Aber wir singen auch englische, französische, italienische oder lateinische Stücke“, so Gölz. Dadurch, dass sich der Frohsinn ein breites Repertoire aufgebaut habe, könne er auch ohne konkrete Anlässe auftreten. „Früher war es oft so, dass man Stücke für ein Konzert einstudierte, meist festliche Musik, die dann aber für andere Anlässe nicht passte“, erklärt Gölz.

„Wichtig ist, ein Ziel zu haben“, wirft Ritzert ein. Er lobt die Disziplin der Chormitglieder, das konzentrierte Arbeiten und die niedrigen Fehlzeiten von Mitgliedern. So mache Chorarbeit Spaß. Alle zwei Jahre findet als „Ziel“ ein Konzert oder ein Liederabend statt. Außerdem sind die Chöre auf Freundschaftssingen bei anderen Gesangvereinen vertreten. „Früher waren die Wertungssingen die Aushängeschilder der Chöre, heute finden diese kaum noch statt. Das Freundschaftssingen hat sich etabliert“, so Ritzert. Natürlich stünden die Chöre auch immer für Geburtstagsständchen ihrer Mitglieder bereit.

Neben der Musik ist die Förderung der Geselligkeit ein wichtiger Punkt beim GV Frohsinn. Diese wird bei dem gemütlichen Beisammensein nach den Singstunden gepflegt. Ebenso finden Ausflüge statt. str

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