Biblis

Tradition Besucher und Veranstalter genießen das sommerliche Flair auf der Festmeile / Nur am Sonntagmittag sorgt die Hitze für eine kurze Flaute / Kinderprogramm am Montag

Sonniges und fröhliches Gurkenfest geht zu Ende

Archivartikel

Biblis.Die Sonne strahlte mit den beiden neuen Gurkenhoheiten, Königin Noemi I. und Prinzessin Kyra, auch am letzten Gurkenfesttag wieder um die Wette. Seit ihrer Krönung sind die jungen Frauen auf dem Fest unterwegs und mischen sich fröhlich unters „Biwwelser Volk“.

„Es hat uns doch sehr überrascht, welches Aufsehen wir erregen, wie interessant wir für die Besucher sind. So viele Leute sprechen uns an, wollen Fotos machen oder mit Gurkenschnaps auf uns anstoßen“, berichteten die beiden lächelnd. Es sei schön, so gut in der Heimatgemeinde aufgenommen zu werden.

Vorfreude statt Aufregung

Gurkenkönigin Noemi I. verriet zudem, dass sie am Samstag gar nicht so aufgeregt gewesen sei, als sie am Samstagabend von der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz gekrönt wurde. Noemis Vorfreude auf dieses besondere Ereignis sei tatsächlich sehr groß gewesen. Da blieb gar keine Zeit mehr, um nervös zu sein.

„Ich denke, wir beide haben unsere Krönung souverän gemeistert“, fand sie und zeigte sich zugleich begeistert von all dem, was sie bisher schon im Amt erleben durfte. Während der Gurkenfesttage habe sie viele neue Leute kennengelernt, Kontakte mit den Delegationen aus den Partnerstädten geknüpft und sich mit Hoheiten aus der Region ausgetauscht. „Etwa mit der Sonnenbotschafterin aus Bürstadt oder der Spargelkönigin aus Lampertheim, die beiden werden wir vermutlich öfter sehen. Auch andere Hoheiten haben uns schon einiges erzählt, und wir sind gespannt auf unsere ersten Termine“, berichteten Noemi I. und Prinzessin Kyra.

Einladung nach Witzenhausen

Eine Einladung für das nur alle drei Jahre stattfindende Hoheitentreffen in Witzenhausen liegt auch schon vor, in zwei Wochen geht es für ein ganzes Wochenenden dorthin. Darauf freuen sie sich schon sehr. Ihre ersten Tage als Bibliser Botschafterinnen seien ereignisreich gewesen – aufgrund der großen Hitze aber auch anstrengend.

Nun genossen die beiden Hoheiten den letzten Tag des Heimatfestes und schauten auch beim Kindernachmittag der Sparkasse Worms-Alzey-Ried auf der Festmeile vorbei. Dort ließen sich einige Jungen und Mädchen bespaßen und freuten sich über Mitmachtaktionen. Später verteilten Noemi I. und Kyra im Namen des Wirtschafts- und Verkehrsvereins (WVB) auch noch Chips für die Fahrgeschäfte an die Kinder.

WVB-Vorsitzender Bruno Neumann zeigte sich zufrieden mit dem Festverlauf. Freitag und Samstag seien tolle Tage gewesen, da habe alles gepasst, freute er sich. Von den Standteilnehmern des Festes habe er auch nur Positives gehört, demnach seien die Geschäfte gut gelaufen. Am Sonntag machte die starke Hitze Besuchern und Veranstaltern allerdings sehr zu schaffen. „Verständlicherweise war einfach weniger los auf der Festmeile“, meinte Neumann. Die Absage des Platzkonzertes der Brass Band Biblis aufgrund der hohen Temperaturen am Sonntagnachmittag sei völlig in Ordnung gewesen. In solchen Ausnahmesituationen gehe die Gesundheit der Musiker vor. Zumal bei der Hitze mit weniger Gästen am Nachmittag gerechnet wurde. Und das bestätigte sich dann auch.

Die Helfer in den Ständen der Vereine und die Gastwirte sowie die Schausteller trotzten für die Besucher jedoch der Hitze, manche stellten sonntags zwar das Mittagsgeschäft ein, öffneten dann jedoch am frühen Abend. Hierbei mussten viele der Helfer doppelte Hitze aushalten, da sie am Pizzaofen oder an der Brezelmaschine tätig waren.

Bei der Katholischen Kirchenmusik lief das Geschäft mit den heißen, frischgebackenen Brezeln trotz der Temperaturen sehr gut, Brezeln gehen anscheinend immer. „Die Gurken sind ebenfalls ein Verkaufsschlager, wie hätten nie gedacht, dass die so gut bei den Besuchern ankommen“, meinte Sven Sauer vom Fußballverein Biblis. Die Vereinsmitglieder bieten seit zwei Jahren knackige und erfrischende Gummern an, die von den Gästen sogar in Fässchen mit nach Hause genommen wurden. Die Bibliser Gurke ist somit auf dem Vormarsch: Tituliert als Super Food, gekürt zum Gemüse des Jahres 2019 und darüber hinaus mit einer eigenen Gurkenkönigin geadelt.

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