Biblis

Sternsinger: „Das ist eine ganz tolle Sache“

Archivartikel

Biblis. „Es ist doch toll: Wir setzen uns für andere Kinder ein und haben dabei viel Spaß“, sagt Taina, die gemeinsam mit Lukas, Joschua und Lena als Sternsinger in Biblis unterwegs ist. Bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken sich die Kinder in Biblis für die nächsten Runde durch die Straßen.

Am heutigen Samstag ziehen die Bibliser Gruppen nochmals umher. Ebenso verteilen Sternsinger in Wattenheim, Nordheim und Groß-Rohrheim heute den Segen an die Menschen. Insgesamt sind in Biblis seit Donnerstag sechs Gruppen unterwegs. In Wattenheim bilden die Sternsinger vier Gruppen, die auch noch Nordheim besuchen. In Groß-Rohrheim machen sich zwei Gruppen auf den Weg.

„In Wattenheim gehen die Kinder von Haus zu Haus, in den anderen Gemeinden konnte man sich für einen Besuch der Sternsinger vorab anmelden“, erklärte Alice Zelonka, Gemeindereferentin für die Pfarrgruppe Biblis. Wobei sie ergänzte, dass die Kinder, wenn sie genügend Zeit haben, auch Bürger besuchen, die sich nicht angemeldet haben. „In diesem Jahr haben wir zudem sehr viele Sternsinger“, freute sich Zelonka. Zwar sei die Anzahl der Kommunionkinder darunter sehr gering, jedoch hätten sich diesmal wieder Kinder und Jugendliche gemeldet, die im vergangenen Jahr pausiert hätten.

„Mittags kommen die Bibliser Sternsinger zu einem gemeinsamen warmen Mittagessen zusammen“, erzählt Zelonka. Abends, bei der Rückkehr, können sich die Kinder noch belegte Brötchen schmecken lassen. Auch in Wattenheim und Groß-Rohrheim gibt es für die Sternsinger eine Stärkung. Um das Essen kümmern sich Ehrenamtliche.

„Heute Morgen lief es schon sehr gut“, verrät Taina. „Wir haben vorhin die Spendendose geleert, und beim Öffnen sind die Scheine rausgeflogen, so voll war sie“, berichtet Lena. „Wir möchten ganz viel Geld für Kinder sammeln, denen es nicht so gut geht“, sagt Lukas. Joschua erklärt, dass das Beispielland dieses Jahr Peru ist und behinderte Kinder im Fokus stehen. „Aber wir sagen nicht behindert, sondern das sind ganz einzigartige Kinder“, so Joschua. Dies habe im Einführungsfilm eines der Mädchen im Rollstuhl gesagt: Sie sei einzigartig! „Und dafür sammeln wir“, ruft Lukas. Seine Geschwister seien auch schon Sternsinger gewesen und hätte ihm geraten, daran teilzunehmen. „Das ist eine ganz tolle Sache“, findet er.

Tür vor der Nase zugeschlagen

Meist würden sie herzlich willkommen geheißen, berichten die Sternsinger. Doch es gebe auch nicht so schöne Momente. Bei jedem Klingeln seien sie aufgeregt und wüssten nicht, was sie erwartet. Manche hätten die Tür geöffnet und ihnen vor der Nase wortlos wieder zugemacht. Andere würden nicht so nette Dinge sagen. Lustig fanden die Kinder hingegen einen Hausbesuch, bei dem jemand sagte: „Hier, ich gebe euch Geld, aber singt bitte nicht.“

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